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Tour de Ski : Vierter Sieg für Kowalczyk

  • Aktualisiert am

Justyna Kowalczyk läuft bei der Tour de Ski in einer eigenen Liga Bild: dpa

Auch bei dieser Tour de Ski distanziert Justyna Kowalczyk die Konkurrenz deutlich. Die Polin mit dem unverkennbaren Laufstil gewinnt zum vierten Mal. Aber auch eine Deutsche kann sich freuen. Bei den Männern siegt Alexander Legkow.

          Die Tour de Ski der Langläufer wird für immer mit dem Namen Justyna Kowalczyk in Zusammenhang gebracht werden. Auf der Alpe Cermis in den Dolomiten gelang der Polin am Sonntag bereits ihr vierter Gesamtsieg in Serie.

          Die Überlegenheit, mit der die am 23. Januar 30 Jahre alt werdende Kowalczyk dies schaffte, nötigt Respekt ab. Immerhin distanzierte sie die Konkurrenz, von der lediglich die Norwegerin Marit Björgen krankheitsbedingt fehlte, zwischenzeitlich um über zwei Minuten.

          Kowalczyk ist ein Phänomen. Nachdem sie bereits einmal wegen einer nie aufgeklärten Dopingverdächtigung pausieren musste, kehrte sie stark wie nie in den Weltcup zurück. Sie gewann an Profil, steigerte sich in Sprints wie im Ausdauerbereich und lernte taktisches Verhalten. Mit immenser Oberarmkraft und einer aufwendigen Beinarbeit hat Kowalczyk einen eigenen, unverkennbaren Laufstil kreiert. Der ist zwar nichts für Ästheten, aber unglaublich erfolgreich.

          Ein Olympiasieg, zwei WM-Titel, drei Gesamtweltcup-Erfolge und nun vier Tour de Ski-Siege mit insgesamt 15 Etappensiegen sprechen für sich. Kowalczyk ist eine Einzelkämpferin. Die gebürtige Katowicerin mit einem Faible für Bücher gilt als zurückgezogen und wenig kommunikativ.

          Gute Laune auf dem Podest: Justyna Kowalczyk (Mitte), Therese Johaug (links) und Kristin Størmer Steira
          Gute Laune auf dem Podest: Justyna Kowalczyk (Mitte), Therese Johaug (links) und Kristin Størmer Steira : Bild: AFP

          Auch Katrin Zeller war glücklich. Als beste deutsche Langläuferin beendete sie die Tour de Ski als Zehnte. Die Oberstdorferin bewies auf der letzten Etappe, dem neun Kilometer langen Anstieg zur Alpe Cermis, abermals ihr Kämpferherz. Tagesschnellste am Berg war die Norwegerin Therese Johaug, die ihren Rückstand auf Kowalczyk von 2:08 Minuten auf 28 Sekunden verringern konnte und damit Gesamtzweite wurde.

          „Ich bin überaus erleichtert. Mein Ziel war es schon, wieder unter die Top 10 zu kommen, doch dieses Ziel war während der Tour schon in fast unerreichbare Ferne gerückt. Dass es noch geklappt hat, ist unheimlich schön“, erzählte Zeller, die im Gegensatz zu einigen ihrer Kontrahentinnen am Berg nicht den gefürchteten Einbruch erlitt.

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          Von neun auf 13 zurück fiel Denise Herrmann, die erstmals die Alpe Cermis erklomm. „Ich bin froh, dass ich oben bin. Die Waden waren fest, so bin ich meinen eigenen Schritt gelaufen und habe nicht nach rechts und links gesehen“, meinte die Entdeckung aus deutscher Sicht.

          Bei den Männern gewann Alexander Legkow erstmals die Tour de Ski. Der Russe setzte sich bei der Schlussetappe durch und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Legkow benötige für den Anstieg und die insgesamt neun Kilometer 31:03,4 Minuten und hatte am Ende 18,7 Sekunden Vorsprung vor Vorjahressieger Dario Cologna aus der Schweiz. Dritter wurde Legkows Landsmann Maxim Wylegschanin (+ 40,7 Sekunden).

          Bester Deutscher wurde Tobias Angerer. Der Vachendorfer, der 2007 die Premieren-Tour gewann, kam mit einem Rückstand von 3:01,0 Minuten als 15. ins Ziel. 16. wurde Jens Filbrich aus Frankenhain (+ 3:33,1).

          Die bisherigen Sieger der Tour de Ski

          2006/07: Virpi Kuituinen (Finnland) - Tobias Angerer (Vachendorf)
          2007/08: Charlotte Kalla (Schweden) - Lukas Bauer (Tschechien)
          2008/09: Virpi Kuitunen (Finnland) - Dario Cologna (Schweiz)
          2009/10: Justyna Kowalczyk (Polen) - Lukas Bauer (Tschechien)
          2010/11: Justyna Kowalczyk (Polen) - Dario Cologna (Schweiz)
          2011/12: Justyna Kowalczyk (Polen) - Dario Cologna (Schweiz)
          2012/13: Justyna Kowalczyk (Polen) - Alexander Legkow (Russland)

          Quelle: FAZ.NET/dpa

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