Home
http://www.faz.net/-gtl-75ezp
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Tour de Ski Kowalczyk und Wylegschanin siegen

Langläufer Wylegschanin siegt bei der Tour de Ski in Oberhof und geht als Spitzenreiter ins neue Jahr. Bei den Frauen übernimmt Justyna Kowalczyk die Führung.

© dapd Wieder an der Spitze: Justyna Kowalczyk

Der Russe Maxim Wylegschanin geht als Führender der Tour de Ski der Langläufer ins neue Jahr. Wylegschanin gewann am Sonntag in Oberhof das Verfolgungsrennen über 15 Kilometer klassisch mit 0,1 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Alexander Legkow. 6,5 Sekunden hinter dem Russen erreichte Prologsieger Petter Northug aus Norwegen als Dritter das Ziel. Die deutschen Langläufer steigerten sich nach dem enttäuschenden Auftakt. Andi Kühne aus Oberwiesenthal lief auf Platz elf, der Frankenhainer Jens Filbrich wurde 13. Axel Teichmann aus Bad Lobenstein verzichtete einen Tag nach seinem 22. Platz im Prolog wegen gesundheitlicher Probleme auf einen Start.

Bei den Frauen übernahm Justyna Kowalczyk aus Polen die Führung bei der siebten Tour de Ski. Die Titelverteidigerin feierte beim klassisch gelaufenen Verfolgungsrennen über 9 Kilometer ihren insgesamt zwölften Tagessieg bei der Tour und verdrängte Prolog-Siegerin Kikkan Randall aus den USA von der Spitze. Kowalczyk, die sich zum 21. Mal das Rote Trikot der Gesamtführenden überstreifen durfte, lag im Ziel 41,4 Sekunden vor der Norwegerin Therese Johaug. Dritte wurde Anne Kyllönen aus Finnland.

Deutsche Fans feiern

Die deutschen Fans konnten in Oberhof unterdessen eine Skilangläuferin von Weltformat feiern: Denise Herrmann aus Oberwiesenthal fuhr auf Platz vier. Bereits beim Prolog am Samstag hatte sie Platz vier belegt. „Ich kann es kaum fassen“, sagte Herrmann, die nun zum dritten Mal innerhalb von vier Weltcup-Rennen auf Platz vier landete. Aus der Sprinterin ist eine Allrounderin geworden, die selbst in der klassischen Technik mittlerweile mithalten kann. „Jetzt werden meine Ansprüche höher, zumal am Neujahrstag in der Schweiz ein Sprint auf dem Programm steht“, meinte Herrmann.

Von den anderen deutschen Damen überzeugten auch Nicole Fessel und ihre Oberstdorfer Vereinskollegin Katrin Zeller als 15. und 19. „Es war ganz schön zäh, wir mussten kämpfen bei diesen Bedingungen“, erzählte Zeller, die im Vorjahr Gesamtsechste geworden war und nun wieder eine Top-10-Platzierung anstrebt. „Meine Lieblingsetappen kommen noch“, meinte die Oberstdorferin.

Mehr zum Thema

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Tour de France Martin verpasst Gelbes Trikot um fünf Sekunden

Der Kurs schien maßgeschneidert für Tony Martin. Trotzdem verpasst der Deutsche beim Auftakt der Tour de France das Gelbe Trikot knapp. Für Aufregung sorgt das skandalumwitterte Team Astana. Mehr Von Rainer Seele, Utrecht

04.07.2015, 17:45 Uhr | Sport
200 Meter in 53 Sekunden Der schnellste 95-Jährige der Welt

Charles Eugster ist der schnellsten 95-Jährige der Welt. Für die 200 Meter benötigt er nur 53 Sekunden. In seiner Altersklasse ist das Weltrekord. Eugster ist eigentlich Zahnarzt und Leistungssportler. Früher als Ruderer, seit sechs Jahren als Bodybuilder. Mehr

13.03.2015, 11:44 Uhr | Gesellschaft
Amerikanische Leichtathletik Weit über die sieben-Meter-Marke

Der dritte Tag der amerikanischen Leichtathletik-Trials bringt bei 35 Grad Celsius starke Leistungen. Für die Highlights sorgen Tianna Bartoletta und Justin Gattin. Mehr

28.06.2015, 11:53 Uhr | Sport
Sprengung 100 Jahre alter Stahlkoloss fliegt in die Luft

Ein 100 Jahre alter Hochofen bei Baltimore in den Vereinigten Staaten wurde kontrolliert gesprengt: Innerhalb von ein paar Sekunden sackt er in sich zusammen. Mehr

29.01.2015, 14:08 Uhr | Gesellschaft
Leichtathletik Die früheren Doper sprinten vorneweg

Gay in 9,87 Sekunden bei den Amerikanern, Powell sogar in 9,84 auf Jamaika: bei den Landesmeisterschaften der Leichtathleten sprinten die ehemaligen Sünder vorneweg. Superstar Bolt gibt weiter Rätsel auf. Mehr

27.06.2015, 11:01 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 30.12.2012, 14:37 Uhr

Silvia Neid sollte dankbar sein

Von Daniel Meuren, Edmonton

Schlechte Ergebnisse werden öffentlich schön geredet, intern nicht wirklich diskutiert. Das Klima bei den DFB-Frauen fördert die Leistung nicht. Silvia Neid sollte mit der Kritik konstruktiv umgehen – und etwas wagen. Mehr 5 8