http://www.faz.net/-gtl-75ezp
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 30.12.2012, 14:37 Uhr

Tour de Ski Kowalczyk und Wylegschanin siegen

Langläufer Wylegschanin siegt bei der Tour de Ski in Oberhof und geht als Spitzenreiter ins neue Jahr. Bei den Frauen übernimmt Justyna Kowalczyk die Führung.

© dapd Wieder an der Spitze: Justyna Kowalczyk

Der Russe Maxim Wylegschanin geht als Führender der Tour de Ski der Langläufer ins neue Jahr. Wylegschanin gewann am Sonntag in Oberhof das Verfolgungsrennen über 15 Kilometer klassisch mit 0,1 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Alexander Legkow. 6,5 Sekunden hinter dem Russen erreichte Prologsieger Petter Northug aus Norwegen als Dritter das Ziel. Die deutschen Langläufer steigerten sich nach dem enttäuschenden Auftakt. Andi Kühne aus Oberwiesenthal lief auf Platz elf, der Frankenhainer Jens Filbrich wurde 13. Axel Teichmann aus Bad Lobenstein verzichtete einen Tag nach seinem 22. Platz im Prolog wegen gesundheitlicher Probleme auf einen Start.

Bei den Frauen übernahm Justyna Kowalczyk aus Polen die Führung bei der siebten Tour de Ski. Die Titelverteidigerin feierte beim klassisch gelaufenen Verfolgungsrennen über 9 Kilometer ihren insgesamt zwölften Tagessieg bei der Tour und verdrängte Prolog-Siegerin Kikkan Randall aus den USA von der Spitze. Kowalczyk, die sich zum 21. Mal das Rote Trikot der Gesamtführenden überstreifen durfte, lag im Ziel 41,4 Sekunden vor der Norwegerin Therese Johaug. Dritte wurde Anne Kyllönen aus Finnland.

Deutsche Fans feiern

Die deutschen Fans konnten in Oberhof unterdessen eine Skilangläuferin von Weltformat feiern: Denise Herrmann aus Oberwiesenthal fuhr auf Platz vier. Bereits beim Prolog am Samstag hatte sie Platz vier belegt. „Ich kann es kaum fassen“, sagte Herrmann, die nun zum dritten Mal innerhalb von vier Weltcup-Rennen auf Platz vier landete. Aus der Sprinterin ist eine Allrounderin geworden, die selbst in der klassischen Technik mittlerweile mithalten kann. „Jetzt werden meine Ansprüche höher, zumal am Neujahrstag in der Schweiz ein Sprint auf dem Programm steht“, meinte Herrmann.

Von den anderen deutschen Damen überzeugten auch Nicole Fessel und ihre Oberstdorfer Vereinskollegin Katrin Zeller als 15. und 19. „Es war ganz schön zäh, wir mussten kämpfen bei diesen Bedingungen“, erzählte Zeller, die im Vorjahr Gesamtsechste geworden war und nun wieder eine Top-10-Platzierung anstrebt. „Meine Lieblingsetappen kommen noch“, meinte die Oberstdorferin.

Mehr zum Thema

Quelle: dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Sprinter Julian Reus Ich will wissen, wo meine Grenze ist

Julian Reus ist Deutschlands schnellster Sprinter. Im F.A.Z.-Interview spricht er über das perfekte Rennen, die Doping-Problematik und das Ansehen der Leichtathletik. Mehr Von Michael Reinsch

28.07.2016, 08:12 Uhr | Sport
Bayrischer Innenminister Herrmann: Ansbach-Attentäter hatte direkt vor Anschlag Chat-Kontakt

Nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann hatte der 27-jährige Syrer unmittelbar vor der Tat Kontakt mit jemandem, der maßgeblich auf das Attentatsgeschehen Einfluss genommen habe. Mehr

27.07.2016, 16:39 Uhr | Politik
Rekord-Golfer Jäger Man weiß nie, wann solch ein Tag kommt

Golfprofi Stephan Jäger überrascht bei einem kleinen Turnier in den Vereinigten Staaten. Ihm gelingt ein Rekord, der zuvor erst einem Profi gelungen war. Mehr

29.07.2016, 14:10 Uhr | Sport
Herrmann Ansbach-Attentäter führte zuletzt Chat mit Person im Nahen Osten

Während der Klausur des bayerischen Kabinetts in St. Querin hat sich der bayerische Innenminister Joachim Herrmann zu einem Chat-Kontakt des Attentäters von Ansbach geäußert. Demnach erhielt der Syrer kurz vor dem Anschlag Anweisungen aus dem Nahen Osten. Mehr

28.07.2016, 16:21 Uhr | Politik
Anschlag in Ansbach Herrmann: Attentäter wurde von Unbekanntem direkt beeinflusst

Die Ermittler in Bayern haben Hinweise darauf, dass der Attentäter von Ansbach Kontakt zu einer unbekannten Person hatte, die auf das Attentat maßgeblich Einfluss genommen hat. Das sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Mehr

27.07.2016, 13:40 Uhr | Politik

Die Bundesliga wird sich selbst zu teuer

Von Michael Horeni

38 Millionen für Hummels, 55 für Hulk, 90 Millionen für Higuaín – wo führen solch astronomische Ablösesummen noch hin? Während große Vereine den Transfermarkt dominieren, haben kleine das Nachsehen. Mehr 14 4