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Tour de Ski „Ein Segel wäre nicht schlecht gewesen“

 ·  Bei tiefem Schnee und stürmischem Wind gerät der Prolog zur Tour de Ski zu einer technisch schwierigen Angelegenheit. Aus deutscher Sicht kann nur Denise Herrmann zufrieden sein.

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© dpa Vergrößern Ausgepumpte Siegerin: Kikkan Randall

Der Norweger Petter Northug hat wie im Vorjahr den Prolog der Tour de Ski gewonnen. Im Freistilrennen über 4,0 Kilometer setzte er sich am Samstag in Oberhof mit 6,1 Sekunden vor dem Schweden Marcus Hellner und Alexander Legkow aus Russland durch. Als bester deutscher Skilangläufer landete Axel Teichmann nur auf dem 22. Platz. Zwei Plätze schlechter noch rangiert Tobias Angerer.

Im Frauen-Rennen über 3,1 Kilometer siegte die Amerikanerin Kikkan Randall vor der Schwedin Charlotte Kalla und der dreimaligen Tour-Siegerin Justyna Kowalczyk aus Polen. Denise Herrmann aus Oberwiesenthal landete mit nur 9,3 Sekunden Rückstand auf einem hervorragenden vierten Platz.

„Die Oberhofer Strecken liegen mir, ich komme hier seit Jahren gut zurecht“, sagte Herrmann, die 2011 an gleicher Stelle Siebte des Prologs geworden war. Bei schwierigen Bedingungen mit stürmischen Winden und tiefem Schnee konnte sie ihre Kräfte gut einteilen. „In der zweiten Runde habe ich am Birkstieg Gas gegeben und bin dann in der Abfahrt volles Risiko gegangen“, berichtete die Sächsin, die im bisherigen Saisonverlauf die beste, vor allem aber die stabilste deutsche Läuferin war. „Bis jetzt ging es wirklich sehr gut, deshalb muss ich auch meine persönlichen Ziele nach oben schrauben“, meinte Herrmann, die auf den kürzeren Strecken ihre besonderen Stärken sieht.

Die immer weicher werdenden Piste machten besonders den Männern mit den hohen Startnummern zu schaffen. So konnte Angerer in der Abfahrt einen Sturz nur mit Mühe vermeiden. „Ein Segel wäre nicht schlecht gewesen“, scherzte der Bayer angesichts des zum Teil stürmischen Windes. „Aber es waren die Bedingungen generell, die uns zu schaffen gemacht haben. Da kommt man einfach nicht richtig ins Gleiten“, sagte Angerer, der trotz seines Rückstandes von 23,5 Sekunden nichts von einer Vorentscheidung wissen will. „Das läuft sich am Sonntag wieder zusammen“, bemerkte Angerer. Auf ihm ruhen die größten deutschen Hoffnungen, nachdem Tim Tscharnke passen musste. Eine schwere Magen-Darm-Grippe verhinderte am Samstag seinen Tour-Start.

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