Home
http://www.faz.net/-gtl-75ed3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Tour de Ski „Ein Segel wäre nicht schlecht gewesen“

Bei tiefem Schnee und stürmischem Wind gerät der Prolog zur Tour de Ski zu einer technisch schwierigen Angelegenheit. Aus deutscher Sicht kann nur Denise Herrmann zufrieden sein.

© dpa Ausgepumpte Siegerin: Kikkan Randall

Der Norweger Petter Northug hat wie im Vorjahr den Prolog der Tour de Ski gewonnen. Im Freistilrennen über 4,0 Kilometer setzte er sich am Samstag in Oberhof mit 6,1 Sekunden vor dem Schweden Marcus Hellner und Alexander Legkow aus Russland durch. Als bester deutscher Skilangläufer landete Axel Teichmann nur auf dem 22. Platz. Zwei Plätze schlechter noch rangiert Tobias Angerer.

Im Frauen-Rennen über 3,1 Kilometer siegte die Amerikanerin Kikkan Randall vor der Schwedin Charlotte Kalla und der dreimaligen Tour-Siegerin Justyna Kowalczyk aus Polen. Denise Herrmann aus Oberwiesenthal landete mit nur 9,3 Sekunden Rückstand auf einem hervorragenden vierten Platz.

Mehr zum Thema

„Die Oberhofer Strecken liegen mir, ich komme hier seit Jahren gut zurecht“, sagte Herrmann, die 2011 an gleicher Stelle Siebte des Prologs geworden war. Bei schwierigen Bedingungen mit stürmischen Winden und tiefem Schnee konnte sie ihre Kräfte gut einteilen. „In der zweiten Runde habe ich am Birkstieg Gas gegeben und bin dann in der Abfahrt volles Risiko gegangen“, berichtete die Sächsin, die im bisherigen Saisonverlauf die beste, vor allem aber die stabilste deutsche Läuferin war. „Bis jetzt ging es wirklich sehr gut, deshalb muss ich auch meine persönlichen Ziele nach oben schrauben“, meinte Herrmann, die auf den kürzeren Strecken ihre besonderen Stärken sieht.

Die immer weicher werdenden Piste machten besonders den Männern mit den hohen Startnummern zu schaffen. So konnte Angerer in der Abfahrt einen Sturz nur mit Mühe vermeiden. „Ein Segel wäre nicht schlecht gewesen“, scherzte der Bayer angesichts des zum Teil stürmischen Windes. „Aber es waren die Bedingungen generell, die uns zu schaffen gemacht haben. Da kommt man einfach nicht richtig ins Gleiten“, sagte Angerer, der trotz seines Rückstandes von 23,5 Sekunden nichts von einer Vorentscheidung wissen will. „Das läuft sich am Sonntag wieder zusammen“, bemerkte Angerer. Auf ihm ruhen die größten deutschen Hoffnungen, nachdem Tim Tscharnke passen musste. Eine schwere Magen-Darm-Grippe verhinderte am Samstag seinen Tour-Start.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Leichtathletik-WM Reus verfolgt Bolt

Genzebe Dibaba gewinnt über 1500 Meter, Nicholas Bett überrascht über 400 Meter Hürden. David Rudisha schafft Comeback über 800 Meter. Und Julian Reus kann 150 Meter lang mit Usain Bolt mithalten. Mehr

25.08.2015, 14:59 Uhr | Sport
Stuttgarter Studenten Von 0 auf 100 in 1,779 Sekunden

Stuttgarter Studenten haben den Weltrekord für Beschleunigung bei Elektro-Autos gebrochen. In 1,779 Sekunden war das Auto beim Tempo 100 km/h. Mehr

25.07.2015, 14:12 Uhr | Technik-Motor
Leichtathletik-WM Hey, hey, Hejnova

Zuzana Hejnova wiederholt bei der Leichtathletik-WM auf der Hürden-Strecke ihren Sieg von 2013. Yarisley Silva gewinnt Gold im Stabhochspringen. Der Sieger über 400 Meter muss nach seinem Erfolg in die Klinik. Mehr

26.08.2015, 14:40 Uhr | Sport
42 Tage in 30 Sekunden Aufwachsen von Mauerseglern in Zeitraffer

Das Zeitraffer-Video zeigt das Aufwachsen von Mauerseglern. Mehr

05.08.2015, 14:23 Uhr | Gesellschaft
Leichtathletik-WM Usain Bolt Weltmeister über 100 Meter

Usain Bolt ist und bleibt der schnellste Mann der Welt. Der Titelverteidiger aus Jamaika gewinnt das 100-Meter-Finale den Leichtathletik-WM vor seinem Rivalen Justin Gatlin. Eine Hunderstel Sekunde macht den Unterschied. Mehr

23.08.2015, 15:43 Uhr | Sport

Veröffentlicht: 29.12.2012, 16:37 Uhr

Und der Kunde zahlt

Von Peter Penders

De Bruyne, Son, Firmino: Die englischen Vereine kaufen ein, als gäbe es kein Morgen mehr. Doch Entrüstung ist fehl am Platz. Am Ende sind wir als Fans für den Geldrausch verantwortlich. Mehr 23 10