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Snowboard-WM Mama Amelie verfehlt Bronze nur knapp

 ·  Vier Monate nach der Geburt ihres Sohnes bot Amelie Kober bei der Snowboard-WM eine sehr gute Leistung. Am Ende fehlten der 23-Jährigen im Parallel-Riesenslalom ganze 4/100 Sekunden auf Bronze.

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Nach einem packenden Duell sank Amelie Kober auf die Knie. Gerade mal vier Monate nach der Geburt ihres Sohnes hatte die 23-Jährige nur um einen Wimpernschlag die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften im spanischen La Molina verpasst. Im kleinen Finale im Parallel-Riesenslalom musste sie sich um ganze 4/100 Sekunden der Österreicherin Doris Günther geschlagen geben. „Im ersten Moment bin ich schon enttäuscht. Aber wenn man es dann einmal näher betrachtet, passt es schon“, sagte die junge Mutter.

Seit ihrer kurzen Baby-Pause bot Kober ihre beste Leistung, im Halbfinale lag sie sogar klar auf Finalkurs - bis ein Wackler kurz vor dem Ziel die sichere Führung zunichtemachte. „Da haben mir am Ende Kraft und Training gefehlt. Ich habe einfach nichts mehr geben können. Ich denke, das war für heute das Maximum“, sagte die Olympia-Zweite von 2006 und Vize-Weltmeisterin von 2007.

Ab der Ziellinie „ganz Mama“

„So knapp das Finale zu verpassen und so knapp eine Medaille, das ist im ersten Moment extrem bitter“, sagte Sportdirektor Stefan Knirsch. „Aber wenn man mir vor zwei Monaten gesagt hätte, dass Amelie einen vierten Platz holt - die Leistung ist schon Wahnsinn.“ Der Sieg in La Molina, wo rings um den Wettkampf-Parcours viel Grün und wenig Schnee zu sehen war, ging an die Russin Alena Sawarsina. Die 21-Jährige hatte im Achtelfinale die deutsche Medaillenkandidatin Isabella Laböck ausgeschaltet und dabei ihren „schwersten“ Sieg des Tages eingefahren. Für Selina Jörg war das Viertelfinale die Endstation. Bei den Herren gewann der Österreicher Benjamin Karl. Patrick Bussler war im Achtelfinale ausgeschieden. „Heute wäre bei Einigen mehr drin gewesen. Das müssen wir abhaken und stattdessen die guten Leistungen als Rückenwind für die neue Runde im nächsten Rennen mitnehmen“, sagte Knirsch im Hinblick auf den Parallel-Slalom am Freitag.

Der Auftritt von Kober, die erst im letzten Moment das WM-Ticket gelöst hatte, war in den Pyrenäen nahe der französischen Grenze bemerkenswert. Denn erst im Oktober konnte sie wieder mit Konditionstraining beginnen. Sobald sie über die Ziellinie komme, sei sie aber „ganz Mama“, hatte Kober vor dem WM-Rennen gesagt - am Mittwoch musste das Söhnchen noch ein bisschen länger auf die Mutter warten. Denn vorher stand noch die Doping-Kontrolle an.

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