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Slalom in Semmering : Höfl-Riesch wieder neben dem Podest

  • Aktualisiert am

Podestplatz knapp verfehlt: Maria Höfl-Riesch am Samstagabend in Semmering Bild: dapd

Der knappsten Entscheidung in der Geschichte des alpinen Skisports bei den Herren in Bormio folgte in Semmering der erste Weltcupsieg einer Sportlerin aus der Slowakei. Maria Höfl-Riesch verpasste das Podest als Vierte abermals.

          Maria Höfl-Riesch war unschlüssig, wie sie den zweiten vierten Platz in Semmering bewerten sollte. „Es sind ja keine schlechten Ergebnisse, aber zweimal hintereinander neben dem Podium zu stehen, da ärgert man sich schon ein bisschen“, sagte die 28 Jahre alte Wintersportlerin, nachdem sie im Slalom am Samstagabend wie im Riesenslalom tags zuvor das Podest verpasst hatte. „Ich war Sechste nach dem ersten Lauf, habe mich um zwei Plätze verbessert, deswegen bin ich jetzt schon zufrieden“, meinte die Doppel-Olympiasiegerin. Christina Geiger wurde in Österreich Sechste.

          Für eine kleine Überraschung sorgte die Slowakin Veronika Velez Zuzulova mit ihrem ersten Weltcup-Sieg. Keinem anderen Athleten aus der Slowakei war das zuvor gelungen. „Ich habe eine lange Zeit gewartet und dachte schon, es wird nie passieren“, sagte die ebenfalls 28 Jahre alte Slowakin. Zweite wurde Lokalmatadorin Kathrin Zettel aus Österreich. Die Slowenin Tina Maze baute mit Rang drei ihre Führung im Gesamtweltcup aus und übernahm auch die Spitzenposition in der Slalom-Wertung, sechs Zähler vor Höfl-Riesch. Im Ziel fehlten Maze zwei Zehntelsekunden für ihren sechsten Saisonsieg.

          Knappe Ergebnisse in Bormio

          Wesentlich dichter beisammen hatten drei Stunden zuvor die Laufzeiten in Bormio gelegen. Im engsten Herren-Rennen der Geschichte des alpinen Skirennsports trennten die ersten Vier nur 0,02 Sekunden - Klaus Kröll zog bei der Abfahrt die Niete und wurde Vierter. „Da fühlt man sich ein bisschen wie der Depp vom Tag“, sagte der Österreicher. Eine Hundertstelsekunde schneller als er war der Norweger Aksel Lund Svindal auf Rang drei.

          Mit einer weiteren Hundertstelsekunde Vorsprung sorgten Dominik Paris aus Italien und der Österreicher Hannes Reichelt zeitgleich für einen geteilten Spitzenplatz in Norditalien. Stephan Keppler kam als bester Deutscher auf Rang elf. „Das war ein sehr erfreuliches Ergebnis auf der Abfahrtsseite“, sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier über Kepplers Abschneiden. „Bei der engen Konkurrenz Elfter zu werden, ist eine Leistung, die Respekt verdient.“ Als Lohn gab es nach 3270 Metern die halbe Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaft im Februar.

          Sensation für die Slowakische Republik: Veronika Velez Zuzulova gewann in der Slalom-Entscheidung. Bilderstrecke
          Sensation für die Slowakische Republik: Veronika Velez Zuzulova gewann in der Slalom-Entscheidung. :

          Die hatte Maria Höfl-Riesch schon vor dem Slalom in Niederösterreich in der Tasche, wollte sich mit dem sechsten Platz nach dem ersten Durchgang aber trotzdem nicht zufriedengeben. „Ich habe noch versucht zu attackieren, aber leider fehlt mir im Moment noch ein wenig die Sicherheit“, meinte sie. „Im ersten Durchgang hatte ich einen Riesenfehler, der sehr viel Zeit gekostet hat. Deswegen war ich auch im zweiten Lauf nicht gleich im Rhythmus. Ich muss das halt mal wieder hinkriegen, dass ich das in zwei Läufen von oben bis unten schaffe.“

          Christina Geiger verbuchte rund fünf Wochen vor der Weltmeisterschaft in Schladming ihr bestes Saisonergebnis. „Ich bin super zufrieden mit dem sechsten Platz“, sagte sie. Ganz anders war die Gefühlslage bei Lena Dürr. Auf der Panorama-Piste am Zauberberg rettete sie sich als 29. nach einem Fehler zwar in den zweiten Durchgang, konnte ihr Potential bei Flutlicht aber nicht nutzen und kam auf Rang 24. Enttäuscht über ihre Leistung kauerte sie anschließend im Zielbereich. Veronika Staber sammelte als 27. ebenfalls Weltcup-Punkte.

          Zufrieden war Alpin-Direktor Maier mit der Gesamtbilanz seiner Damen nicht: „Wir lassen in der zweiten Reihe etwas nach. Wir können im Augenblick nur mit unseren Topleuten vorne mithalten und mit der zweiten Reihe kommen wir nicht richtig in die Gänge.“

          Quelle: FAZ.NET/dpa

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