Home
http://www.faz.net/-gu7-75e9o
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Slalom in Semmering Höfl-Riesch wieder neben dem Podest

Der knappsten Entscheidung in der Geschichte des alpinen Skisports bei den Herren in Bormio folgte in Semmering der erste Weltcupsieg einer Sportlerin aus der Slowakei. Maria Höfl-Riesch verpasste das Podest als Vierte abermals.

© dapd Vergrößern Podestplatz knapp verfehlt: Maria Höfl-Riesch am Samstagabend in Semmering

Maria Höfl-Riesch war unschlüssig, wie sie den zweiten vierten Platz in Semmering bewerten sollte. „Es sind ja keine schlechten Ergebnisse, aber zweimal hintereinander neben dem Podium zu stehen, da ärgert man sich schon ein bisschen“, sagte die 28 Jahre alte Wintersportlerin, nachdem sie im Slalom am Samstagabend wie im Riesenslalom tags zuvor das Podest verpasst hatte. „Ich war Sechste nach dem ersten Lauf, habe mich um zwei Plätze verbessert, deswegen bin ich jetzt schon zufrieden“, meinte die Doppel-Olympiasiegerin. Christina Geiger wurde in Österreich Sechste.

Für eine kleine Überraschung sorgte die Slowakin Veronika Velez Zuzulova mit ihrem ersten Weltcup-Sieg. Keinem anderen Athleten aus der Slowakei war das zuvor gelungen. „Ich habe eine lange Zeit gewartet und dachte schon, es wird nie passieren“, sagte die ebenfalls 28 Jahre alte Slowakin. Zweite wurde Lokalmatadorin Kathrin Zettel aus Österreich. Die Slowenin Tina Maze baute mit Rang drei ihre Führung im Gesamtweltcup aus und übernahm auch die Spitzenposition in der Slalom-Wertung, sechs Zähler vor Höfl-Riesch. Im Ziel fehlten Maze zwei Zehntelsekunden für ihren sechsten Saisonsieg.

Knappe Ergebnisse in Bormio

Wesentlich dichter beisammen hatten drei Stunden zuvor die Laufzeiten in Bormio gelegen. Im engsten Herren-Rennen der Geschichte des alpinen Skirennsports trennten die ersten Vier nur 0,02 Sekunden - Klaus Kröll zog bei der Abfahrt die Niete und wurde Vierter. „Da fühlt man sich ein bisschen wie der Depp vom Tag“, sagte der Österreicher. Eine Hundertstelsekunde schneller als er war der Norweger Aksel Lund Svindal auf Rang drei.

Mit einer weiteren Hundertstelsekunde Vorsprung sorgten Dominik Paris aus Italien und der Österreicher Hannes Reichelt zeitgleich für einen geteilten Spitzenplatz in Norditalien. Stephan Keppler kam als bester Deutscher auf Rang elf. „Das war ein sehr erfreuliches Ergebnis auf der Abfahrtsseite“, sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier über Kepplers Abschneiden. „Bei der engen Konkurrenz Elfter zu werden, ist eine Leistung, die Respekt verdient.“ Als Lohn gab es nach 3270 Metern die halbe Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaft im Februar.

22640606 Sensation für die Slowakische Republik: Veronika Velez Zuzulova gewann in der Slalom-Entscheidung. © AFP Bilderstrecke 

Die hatte Maria Höfl-Riesch schon vor dem Slalom in Niederösterreich in der Tasche, wollte sich mit dem sechsten Platz nach dem ersten Durchgang aber trotzdem nicht zufriedengeben. „Ich habe noch versucht zu attackieren, aber leider fehlt mir im Moment noch ein wenig die Sicherheit“, meinte sie. „Im ersten Durchgang hatte ich einen Riesenfehler, der sehr viel Zeit gekostet hat. Deswegen war ich auch im zweiten Lauf nicht gleich im Rhythmus. Ich muss das halt mal wieder hinkriegen, dass ich das in zwei Läufen von oben bis unten schaffe.“

Christina Geiger verbuchte rund fünf Wochen vor der Weltmeisterschaft in Schladming ihr bestes Saisonergebnis. „Ich bin super zufrieden mit dem sechsten Platz“, sagte sie. Ganz anders war die Gefühlslage bei Lena Dürr. Auf der Panorama-Piste am Zauberberg rettete sie sich als 29. nach einem Fehler zwar in den zweiten Durchgang, konnte ihr Potential bei Flutlicht aber nicht nutzen und kam auf Rang 24. Enttäuscht über ihre Leistung kauerte sie anschließend im Zielbereich. Veronika Staber sammelte als 27. ebenfalls Weltcup-Punkte.

Zufrieden war Alpin-Direktor Maier mit der Gesamtbilanz seiner Damen nicht: „Wir lassen in der zweiten Reihe etwas nach. Wir können im Augenblick nur mit unseren Topleuten vorne mithalten und mit der zweiten Reihe kommen wir nicht richtig in die Gänge.“

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Volleyball-WM Deutsches Team schlägt Angstgegner Bulgarien

Die deutschen Volleyballer können bei der WM in Polen weiter von einer Medaille träumen. Im zweiten Spiel der Zwischenrunde besiegen sie Bulgarien souverän mit 3:1. Mehr

11.09.2014, 23:33 Uhr | Sport
Mann fängt Kind nach Sturz aus zweitem Stock

Im Süden Chinas ist ein kleiner Junge aus dem zweiten Stock eines Wohnhauses gefallen - doch zum Glück stand unten ein beherzter Passant, der das Kind auffangen konnte. Mehr

23.05.2014, 23:12 Uhr | Gesellschaft
Volleyball-WM Keine Chance gegen Russland

Die erhoffte Überraschung ist ausgeblieben: die deutschen Volleyballer müssen sich bei der Weltmeisterschaft Russland 0:3 geschlagen geben. Die Chancen auf das Erreichen der dritten Runde stehen aber weiterhin gut. Mehr

13.09.2014, 22:22 Uhr | Sport
Zweiter russischer Hilfskonvoi hat Ukraine erreicht

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat Russlands Staatschef Wladimir Putin vorgeworfen, sein Land als unabhängigen Staat auslöschen zu wollen. Russland hatte unterdessen einen zweiten Hilfskonvoi in die Ostukraine entsandt. Mehr

13.09.2014, 15:22 Uhr | Politik
Volleyball-WM Deutschland startet mit Sieg in die Finalrunde

Fortsetzung der Erfolgsserie: Trotz Schwierigkeiten starten die deutschen Volleyballer mit einem 3:0-Sieg gegen China in Finalrunde der WM in Polen. Nun wartet ein Angstgegner. Mehr

10.09.2014, 22:59 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 30.12.2012, 09:19 Uhr

Schmutz und Schutz

Von Anno Hecker

Nach der Rückkehr der ARD zur Tour de France bleiben Fragen offen: Eine Sauberkeitserklärung darf keine Grundlage sein für die Rückkehr. Die ARD darf nicht mehr wegschauen wie einst. Mehr 14 2