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Slalom in Åre : Maria fährt nur hinterher

  • Aktualisiert am

Nachwuchsstar mit glänzenden Zukunftsperspektiven: die 17-jährige Amerikanerin Mikaela Shiffrin Bild: dpa

Maria Höfl-Riesch enttäuscht beim Slalom in Åre: Sie wird nur Elfte und muss in der Disziplin-Wertung die Siegerin Mikaela Shiffrin an sich vorbeiziehen lassen. Für die erst 17-jährige Amerikanerin ist es der erste Weltcup-Sieg ihrer Karriere.

          Maria Höfl-Riesch schüttelte enttäuscht den Kopf. Beim letzten Rennen vor der Mini-Weihnachtspause verpasste die Doppel-Olympiasiegerin an diesem Donnerstag im schwedischen Åre als Elfte deutlich den anvisierten dritten Podestrang des Winters. Siegerin des Flutlichtrennens im WM-Ort von 2007 war die Amerikanerin Mikaela Shiffrin. Für die 17-Jährige bedeutete das den ersten Erfolg im Ski-Weltcup. Sie gewann vor der Schwedin Frida Hansdotter und der Slowenin Tina Maze. Als Führende im Gesamtweltcup unterstrich Maze auch als Dritte anderthalb Monate vor der WM in Schladming ihre herausragende Form. Das Gesamtklassement führt sie mit 387 Punkten Vorsprung auf Höfl-Riesch an.

          Einen Tag nach dem ersten Erfolg im WM-Winter durch Viktoria Rebensburg im Riesenslalom blieben auch die beiden anderen deutschen Finalistinnen hinter den Erwartungen zurück. Als zweitbeste Deutsche landete Lena Dürr auf dem 17. Platz, Christina Geiger schied als achtplazierte des ersten Durchgangs im zweiten Lauf aus. Schlechter waren die deutschen Slalom-Damen zuletzt in Zagreb im Januar dieses Jahres gewesen.

          Höfl-Riesch war in Åre, wo sie bereits drei Rennen hatte gewinnen können, schon im ersten Durchgang nicht zurechtgekommen. „Es war leider nicht ganz das, was ich mir vorgenommen habe. Ich habe nicht genügend attackiert“, meinte die 28-Jährige. Auch im zweiten Lauf war ihre Fahrt zu zögerlich. „Wenn ich mit dem elften Platz zufrieden gewesen wäre, dann wäre irgend was verkehrt.“ In der Disziplin-Wertung musste Höfl-Riesch die Premierensiegerin Shiffrin an sich vorbeiziehen lassen. „Es wird eine Zeit brauchen, bis sich das setzt. Es hat Spaß gemacht, hier zu fahren“, schilderte die Amerikanerin ihre Emotionen. Dagegen sehnte sich Höfl-Riesch nach der kurzen Verschnaufpause über die Feiertage. „Das war jetzt ein heftiges Programm. Das hat mir schon ein bisschen zugesetzt.“ 

          Bitte lächeln: Schwedens Frida Hansdotter (links), Mikaela Shiffrin (Mitte) und Tina Maze Bilderstrecke
          Bitte lächeln: Schwedens Frida Hansdotter (links), Mikaela Shiffrin (Mitte) und Tina Maze :

          Im Weltcup geht es für die Damen sehr bald weiter. Am 28. und 29. Dezember stehen ein Riesenslalom und Slalom im österreichischen Semmering auf dem Programm. Dort will Rebensburg den Rückstand in der Riesenslalom-Disziplinwertung auf Maze und Kathrin Zettel weiter reduzieren. In Åre gab es für die 23-Jährige „kein schöneres Geschenk“ zum Weihnachtsfest als ihren Sieg. Noch bitterer als für die deutschen Damen hatte der Tag für Marlies Schild begonnen. Die österreichische Slalom-Weltmeisterin hatte nach einem Trainingssturz das Rennen absagen müssen. Die 31-Jährige hatte sich beim Einfahren verletzt. Wegen Knie- und Rückenschmerzen war sie abgereist. Damit war schon vor dem Rennen klar: Die 33-malige Weltcup-Siegerin Schild muss sich mit dem Angriff auf die Bestmarke der Schweizerin Vreni Schneider (34 Siege) weiter gedulden.

          Ski alpin, Weltcup, Damen-Slalom in Åre/Schweden

          1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:45,36 Min. (54,03/51,33 Sek.)
          2. Frida Hansdotter (Schweden) 1:45,65 (53,88/51,77)
          3. Tina Maze (Slowenien) 1:45,88 (54,17/51,71)

          … 11. Maria Höfl- Riesch (Partenkirchen) 1:47,75 (54,61/53,14)
          ...  17. Lena Dürr (Germering) 1:48,73 (55,77/52,96)
          … 32. Veronika Staber (Samerberg) 57,01; 36. Barbara Wirth (Lenggries) 57,33
          … 40. Fanny Chmelar (Partenkirchen) 57,71
          … Christina Geiger (Oberstdorf) ausgeschieden

          Quelle: FAZ.NET/dpa

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