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Skispringen in Engelberg Freund fliegt auf Platz vier

 ·  Die deutschen Skispringer landen in Engelberg nicht auf dem Podest. Weltcup-Spitzenreiter Freund liefert als Vierter aber wieder einen starken Auftritt ab. Auch Neumayer und Wellinger überzeugen. Nur Richard Freitag macht Sorgen.

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© dapd Vergrößern Er fliegt und fliegt und fliegt - und landet auf Platz vier

Podium knapp verpasst, Gelbes Trikot verteidigt. Severin Freund hat mit dem vierten Platz in Engelberg abermals seine gute Form nachgewiesen und die Führung im Skisprung-Weltcup behauptet. Dem Bayern fehlten am Samstag nur drei Punkte zum drittplatzierten Österreicher Gregor Schlierenzauer.

Dessen Landsmann Andreas Kofler feierte mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,1 Punkten vor dem Polen Kamil Stoch seinen zweiten Sieg nacheinander. „Schön, dass ich das Gelbe Trikot verteidigt habe. Es war ein guter Wettkampf, auch wenn ich knapp am Podest vorbeigesprungen bin“, sagte Freund.

Am Fuße des 3000 Meter hohen Titlis-Berges, wo die DSV-Springer seit zehn Jahren nicht mehr gewonnen haben, ging es für Freunds Teamkollegen nicht ganz so hoch hinaus wie vor Wochenfrist in Sotschi. Michael Neumayer belegte den elften Platz, direkt dahinter landete Youngster Andreas Wellinger auf Rang zwölf. „Mit ihm bin ich sehr zufrieden“, lobte Bundestrainer Werner Schuster. „Ich weiß gar nicht, woher ich die Konstanz nehme. Ich habe schon viel mehr erreicht, als ich mir vorgenommen hatte“, sagte der Gesamt-Sechste Wellinger.

Nicht überzeugen konnte dagegen Richard Freitag auf Rang 19. „Im Moment ist das nicht die leichteste Phase für mich. Mit dem ersten Sprung war ich gar nicht zufrieden, beim zweiten Versuch haperte es im letzten Flugteil“, erklärte der Sachse nach Weiten von 125 und 129,5 Metern. „Wir müssen noch an seinem Set up feilen“, meinte Schuster.

„Vierter ist immer noch besser als Achter“

Mit Sprüngen von 133 und 132 Meter unterstrich Freund im vorletzten Wettkampf vor der Vierschanzentournee, dass er einen festen Platz in der Weltspitze eingenommen hat. „Der ganz große Ausreißer war dieses Mal nicht dabei, aber das Grundniveau ist gut“, befand der 24-Jährige. Zu Kofler, der auf 131 und 136,5 Meter segelte, fehlten ihm 7,5 Punkte.

„Vierter ist immer noch besser als Achter. Ich kann gelassen sein, denn ich habe in dieser Saison schon viele gute Ergebnisse erzielt“, stellte Freund zufrieden fest. Als Führender in der Gesamtwertung hat er bereits 390 Punkte auf dem Konto und bei 42 Zählern Vorsprung auf Schlierenzauer beste Chancen, in Gelb zur Tournee zu fahren.

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Zumal er durchaus noch Reserven offenbarte. „Sevi war gut, aber nicht ganz so locker“, analysierte Schuster. Freund genießt seine Rolle als Platzhirsch. „Es wird wieder spannend, denn da vorne ist nichts zementiert“, prophezeite er ein heißes Duell bei der Tournee-Generalprobe. Dann soll nach dem Willen von Schuster auch Freitag wieder vorne mitmischen: „Wir schauen, dass wir noch ein paar Bausteine finden, denn technisch ist er nicht schlecht. Ich hoffe, dass bekommen wir hin.“

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