06.03.2007 · Alexandra Grauvogl gewann bei der Freestyle-WM in der neuen olympischen Disziplin Skicross die Bronzemedaille. Beim Skicross fahren vier Athleten im direkten Duell über Sprünge, Wellen und durch Steilkurven um den Sieg.
Alexandra Grauvogl vom SC Bad Wiessee hat bei der Ski-Freestyle-WM im italienischen Madonna di Campiglio für einen erfolgreichen deutschen Auftakt gesorgt. Die 25-Jährige gewann in der neuen olympischen Disziplin Skicross die Bronzemedaille: „Ich bin absolut überrascht, dass es bei der WM geklappt hat. Wahnsinn, heute hat alles gepasst“. Weltmeisterin wurde die Französin Ophelie David vor ihrer Teamkollegin Meryl Boulangeat.
„Das ist super für uns. Mit so wenig Mitteln so einen Erfolg zu landen, darauf können wir stolz sein“, sagte Skicross-Koordinator Heli Herdt. Dabei fehlte Grauvogl, die bei der WM-Premiere vor zwei Jahren im finnischen Ruka Zehnte geworden war, Wettkampfpraxis. Im November 2005 hatte sie sich schwer am Knie verletzt, erst seit November 2006 fährt sie wieder Wettkämpfe. Bei den Männern holte sich der Tscheche Tomas Kraus vor seinem Landsmann Stanley Hayer und dem Franzosen Enak Gavaggio die Goldmedaille. Frank Maier vom SC Oberried belegte den 28. Platz.
2010 erstmals im Olympischen Programm
Skicross wird bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver / Kanada erstmals im Programm sein. Dabei gibt es die spektakuläre Sportart erst seit zehn Jahren. Wie beim ebenfalls olympischen Snowboardcross fahren je vier Athleten im direkten Duell gegeneinander. Die ersten beiden Läufer kommen in die nächste Runde.
Die wilde Fahrt führt über Sprünge, Wellen und durch Steilkurven und dauert nicht länger als 45 Sekunden. Der Einsatz der Stöcke ist nur in der Startphase erlaubt. Halten, Stoßen, Schlagen sowie absichtliche Behinderung der Konkurrenten sind verboten. Sturzhelm und Rückenprotektor sind vorgeschrieben.