13.03.2010 · Maria Riesch hat ihre glänzende Saison gekrönt und den Slalom-Weltcup gewonnen. Ihr reichte beim letzten Rennen in Garmisch-Partenkirchen Rang drei. Zuvor hatte Felix Neureuther den Slalom auf seinem Hausberg gewonnen.
Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch hat ihre herausragende Saison mit dem Gewinn der Slalom-Kugel gekrönt. Der Weltmeisterin reichte beim Heimrennen in Garmisch der dritte Rang, um sich zum zweiten Mal in Folge in der Disziplinwertung ganz nach vorne zu schieben. Mit 493 Punkten lag Riesch letztlich hauchdünn vor der Österreicherin Kathrin Zettel (490), die Tages- und Gesamt-Zweite wurde.
Felix Neureuther hatte zuvor den zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere gefeiert. Der Skirennfahrer aus Partenkirchen gewann den Slalom auf seinem Hausberg in Garmisch-Partenkirchen. 36 Jahre nach dem Sieg seines Vaters Christian Neureuther an selber Stelle verwies der WM-Vierte den österreichischen Weltmeister Manfred Pranger und den Olympia-Dritten Andre Myhrer aus Schweden auf die Plätze. Die kleine Kristallkugel ging im letzten Saison-Rennen an den Österreicher Reinfried Herbst. Seinen Premieren-Sieg im Weltcup hatte Felix Neureuther im Januar in Kitzbühel gefeiert.
„Mir fällt echt ein riesengroßer Stein vom Herzen, das war Riesenglück. Es ging heute nicht so leicht, aber glücklicherweise hat es am Ende doch noch gereicht“, sagte Riesch. Der Tagessieg ging an Marlies Schild aus Österreich - es war der dritte für die Olympia-Zweite in diesem Winter. In der Gesamtzeit von 1:49,57 Minuten lag Schild 1,20 Sekunden vor Zettel, Riesch hatte 1,90 Sekunden Rückstand. Fanny Chmelar (Partenkirchen, 2,07) wurde Vierte, Katharina Dürr aus Germering (2,61) Neunte, die Oberstdorferin Christina Geiger (2,89) Elfte. Susanne Riesch schied nach Rang drei im ersten Lauf im Finale aus. Gesamtweltcup-Siegerin Lindsey Vonn (USA) hatte auf einen Start beim letzten Saisonrennen verzichtet.
Ein Jahr vor der WM in Garmisch-Partenkirchen jubelte auch Neureuther am Gudiberg. „Ich hab mich heute einfach sehr gut gefühlt“, sagte Neureuther. Der 25-Jährige, der bei Olympia im Slalom ausgeschieden war, hat kein leichtes Jahr hinter sich. Zwischenzeitlich hatte er gar mit dem Gedanken gespielt, seine Laufbahn zu beenden. „Es ist vieles nicht so gelaufen wie ich es mir vorgestellt hab'. So entschädigt zu werden, ist traumhaft. Am Anfang will man nicht dran glauben und dann läuft es wie im kleinen Traum ab.“