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Ski alpin : Neureuther feiert Heimsieg

  • Aktualisiert am

Im Stangenwald zu Hause: Felix Neureuther Bild: REUTERS

K.o.-Rennen, Mann gegen Mann - das ist das Format, das Felix Neureuther liebt. Beim Heim-Rennen in München duelliert er sich auf dem Olympiaberg zum Slalom-Sieg.

          Besser, so viel steht fest, hätte das WM-Jahr 2013 für Felix Neureuther nicht beginnen können. Zumindest aus sportlicher Sicht. Beim Parallelwettbewerb auf dem Olympiaberg in München sicherte sich der Skirennfahrer am Dienstagabend vor rund 17.000 Zuschauern den dritten Weltcup-Sieg in seiner Karriere - zur Freude auch seines Kumpels Bastian Schweinsteiger, der das Rennen mitverfolgte. Neureuther setzte sich im Finale gegen den österreichischen Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher durch. Platz drei ging an den Franzosen Alexis Pinturault. „Heute hat alles perfekt zusammengepasst“, sagte der Partenkirchner. Die Disziplin, der Schauplatz, die Atmosphäre im Flutlicht von München - all das motivierte Neureuther maximal. So gelang ihm nach seinen Erfolgen in Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen im Jahr 2010 sein dritter Erfolg im Weltcup. Zudem strich er rund 33 000 Euro Preisgeld ein.

          Der Modus des City-Rennens mit kurzen K.o.-Duellen auf dem rund 200 Meter langen Parallelslalom-Kurs kommt dem dynamischen Slalomartisten Neureuther sehr entgegen - anders als manchen anderen Athleten, die mit solchen Veranstaltungen ihre Probleme haben. Zumal in München auch noch die volle Zahl an Weltcup-Punkten für die Slalomwertung vergeben wurde. „Natürlich ist es was anderes, wenn man einen Spezialslalom gewinnt oder einen Klassiker“, sagte Neureuther. „Aber von der nervlichen Anspannung ist es hier fast noch schlimmer, weil man sich jedes Mal wieder so extrem pushen muss.“ So setzte sich Neureuther im Feld der 16 Starter zunächst im Achtelfinale gegen den Amerikaner Ted Ligety durch. Im Viertelfinale war er dann ganze drei Hundertstelsekunden schneller als der Schwede Mattias Hargin, ehe er im Halbfinale Hargins Landsmann Andre Myhrer ins kleine Finale verwies. „Es waren hier die weltbesten Skifahrer am Start“, sagte der 28 Jahre alte Neureuther, auch deshalb war der Neujahrs-Erfolg für ihn „ein echter Weltcup-Sieg“. Der zweite deutsche Starter im Männer-Wettbewerb, Fritz Dopfer, scheiterte nach seinem Achtelfinal-Sieg gegen den Österreicher Mario Matt eine Runde später an dem Schweden Myhrer.

          Nicht ganz so erfolgreich auf dem Münchner Olympiaberg waren die deutschen Frauen. Im teaminternen Duell im Achtelfinale hatte zunächst Maria Höfl-Riesch gegen Viktoria Rebensburg das Nachsehen. Für die 23 Jahre alte Riesenslalomspezialistin war dann eine Runde später gegen die am Ende drittplazierte Österreicherin Michaela Kirchgasser Schluss. Das Finale der Frauen entschied die Slowakin Veronika Velez Zuzulova, vor wenigen Tagen erst Slalom-Siegerin in Semmering, gegen die Weltcup-Führende Tina Maze aus Slowenien für sich. Viktoria Rebensburg fand trotzdem: „Es hat extrem viel Spaß gemacht.“

          Quelle: FAZ.NET

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