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Ski alpin Lindsey Vonn will in Sotschi starten

 ·  Einen Tag nach ihrem schweren Sturz bei der alpinen Ski-WM hat sich Lindsey Vonn neue Ziele gesetzt. Kritik wegen des fragwürdigen Wettbewerbs äußerte sie nicht. Sie wolle keine Schuld zuschieben.

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© AFP Vergrößern Neun Monate Pause für Lindsey Vonn? Das geht nicht

Einen Tag nach ihrer schweren Knieverletzung bei der Ski-WM hat Lindsey Vonn bekräftigt, bei den Olympischen Winterspielen in einem Jahr starten zu wollen. „Ich kann euch versichern, dass ich so hart arbeiten werde, wie es menschlich möglich ist, um mein Land nächstes Jahr in Sotschi zu repräsentieren“, teilte die Abfahrts-Olympiasiegerin am Mittwoch laut einem vom US-Verband verbreiteten Statement mit. „Ich werde so schnell wie möglich nach Vail zurückkehren, um die notwendigen Operationen zu bekommen.“

Nachdem sich Vonn beim Super-G am Dienstag durch einen Sturz das Kreuz- und Innenband im rechten Knie gerissen hatte und sich damit einhergehend auch den Schienbeinkopf brach, bedankte sich die viermalige Gesamtweltcupsiegerin zudem bei ihren Fans für die Unterstützung. „Das hat mir wirklich geholfen, positiv zu denken.“ Wann Vonn wieder in den Vereinigten Staaten sein wird, wurde noch nicht bekannt.

Weil das Rennen am Dienstag dreieinhalb Stunden lang nahezu im Viertelstundentakt immer weiter nach hinten verschoben worden war, bemängelte der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier die Entscheidung, noch so spät zu starten. Die Piste habe in der Zwischenzeit gelitten. „Man will in Schladming Superlative schaffen“, erklärte Maier, „aber so wird das nicht gehen.“ Die Österreichische Krone schrieb: „Bitterer Start in unsere Ski-WM.“

Trotz der negativen Schlagzeilen in österreichischen und deutschen Medien gab es aus dem Lager des amerikanischen Skiverbandes keine bösen Worte über das missglückte Rennen. Vonns Betreuer Robert Trenkwalder sagte, sie habe keine Kritik geübt: „Sie will da auch keine Schuld zuschieben.“

Werbung für den alpinen Skirennsport sieht anders aus

Schon beim offiziellen Meeting der Teamcaptains am Abend nach dem Sturz hatte kein amerikanischer Mannschaftsvertreter  missbilligende Worte angestimmt. „Das Rennen hat stattgefunden, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es gab keine Diskussion darüber, dass es nicht stattfinden hätte sollen“, erklärte der amerikanische Alpin-Chef Patrick Riml.

Der norwegische Fis-Renndirektor Atle Skaardal betonte, dass es zum Zeitpunkt der Stürze keine Probleme mit der Sicht oder der Piste gegeben hatte.

Einig waren sich aber praktisch alle: Viel unglücklicher hätte die als großes Ski-Fest angepriesene WM nicht beginnen können. Ein abgebrochenes Rennen bei fragwürdigen Bedingungen und eine Verletzung des größten Alpin-Stars bei den Damen. Werbung für den alpinen Skirennsport sieht anders aus.

Immerhin gab es auf allen Kanälen Besserungswünsche für die 59-malige Weltcup-Siegerin. „Eine großartige Kämpferin“, befand Super-G-Weltmeisterin Tina Maze. „Ich wünsche eine schnelle und gute Genesung.“

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