Home
http://www.faz.net/-gtl-75rn7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Ski alpin Kein Lohn für volles Risiko

Nach Laufbestzeit im ersten und schnellster Zwischenzeit im zweiten Durchgang hat Maria Höfl-Riesch den Sieg beim Flutlicht-Slalom in Flachau vor Augen - und fädelt ein.

© AFP Bitterer Moment: Eingefädelt, ausgeschieden

Sie hatte das Ziel fast schon vor Augen, dann war es auf einen Schlag vorbei. Nach Laufbestzeit im ersten Durchgang und der schnellsten Zwischenzeit im zweiten unterlief Maria Höfl-Riesch am Dienstagabend vor 11.500 Zuschauern beim Nachtslalom in Flachau (Österreich) kurz vor dem Ende der entscheidende Fehler: Sie fädelte ein und schied aus.

Bernd Steinle Folgen:

Davor war die Doppel-Olympiasiegerin auf dem bestem Weg gewesen zu ihrem zweiten Saisonsieg nach dem Slalom in Levi (Finnland) – entsprechend niedergeschlagen war sie. „Ich bin natürlich wahnsinnig enttäuscht. Es wäre heute endlich mal wieder möglich gewesen zu gewinnen“, sagte sie. „Man muss einfach, so stark wie die anderen im Moment fahren, alles riskieren, und das habe ich gemacht. Leider ist es nicht aufgegangen.“

Hoefl-Riesch of Germany passes a gate during the first run of the Alpine Skiing World Cup night slalom race in Flachau © REUTERS Vergrößern Gute Fahrt im ersten Lauf: Maria Höfl-Riesch

Im ersten Lauf war Maria Höfl-Riesch mehr als eine halbe Sekunde schneller gewesen als die zweitplazierte Amerikanerin Mikaela Shiffrin. Nach dem Ausscheiden der Deutschen holte sich das 17 Jahre alte Super-Talent seinen dritten Slalom-Sieg im Weltcup vor der Schwedin Frida Hansdotter und Tanja Poutiainen aus Finnland.

Pech hatte auch die Allgäuerin Christina Geiger. Sie war im ersten Lauf ebenfalls hervorragend unterwegs gewesen, startete als Dritte in den zweiten Durchgang – und schied dort wie Maria Höfl-Riesch aus. „Dass wir beide ausgeschieden sind, ist natürlich doppelt bitter“, sagte sie. „Aber ich habe gezeigt, dass es geht, und das kann man daraus mitnehmen.“ Beste Deutsche wurde Lena Dürr auf Platz 14.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Europa League Salzburg bekommt die Flügel gestutzt

Nach dem bitteren Aus in der Qualifikation zur Champions League steht Salzburg nun auch in den Playoffs zur Europa League vor dem Aus. Österreichs Meister kassiert gegen Minsk ein sehr, sehr bitteres Ergebnis. Mehr

20.08.2015, 23:12 Uhr | Sport
Satellit ins All geschossen ESA schickt zweiten Umweltsatelliten ins All

Eine Kontinuierliche, schnelle, detaillierte und dabei praktisch lückenlose Erfassung der Erdoberfläche ist das Ziel der Europäischen Raumfahrtagentur ESA mit dem Copernicus-Programm. Mit dem Sentinel-2A schickt die ESA dafür den zweiten Umweltsatelliten ins All. Mehr

22.06.2015, 15:35 Uhr | Wissen
0:1 in Rom Bayers bittere Königsklassen-Pille

Trotz guter Leistung ist es für Leverkusen noch ein weiter Weg in die Champions League. Bei Lazio Rom verliert Bayer durch den Treffer des für den verletzten Klose eingewechselten Keita – auch weil ein Treffer von Calhanoglu nicht gegeben wird. Mehr

18.08.2015, 22:52 Uhr | Sport
200 Meter in 53 Sekunden Der schnellste 95-Jährige der Welt

Charles Eugster ist der schnellsten 95-Jährige der Welt. Für die 200 Meter benötigt er nur 53 Sekunden. In seiner Altersklasse ist das Weltrekord. Eugster ist eigentlich Zahnarzt und Leistungssportler. Früher als Ruderer, seit sechs Jahren als Bodybuilder. Mehr

13.03.2015, 11:44 Uhr | Gesellschaft
Reit-EM in Aachen Gina Maria Schumacher reicht eine Pferdestärke

Bei der EM in Aachen hat die Tochter von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher ihren ersten großen Auftritt in Deutschland. Im Westernreiten wird Gina Maria großes Talent bescheinigt. Den Bonus ihres berühmten Vaters braucht sie nicht. Mehr Von Evi Simeoni, Aachen

14.08.2015, 10:56 Uhr | Sport

Veröffentlicht: 15.01.2013, 21:44 Uhr

Im Rausch des Geldes

Von Michael Horeni

Der gesamte De-Bruyne-Deal dürfte sich auf gut 150 Millionen Euro belaufen. Mit Ethik muss man dem Fußball nicht kommen. Aber es ist schlicht obszön, wie hier Vermögen verschwendet wird. Mehr 86 55