http://www.faz.net/-gtl-7k6ss

Ski alpin in Lake Louise : Jubiläumssieg für Höfl-Riesch

  • Aktualisiert am

Maria Höfl-Riesch zeigt sich in bester Form und fährt zum Sieg Bild: USA Today Sports

Maria Höfl-Riesch sorgt mit ihrem Sieg in Lake Louise für den dritten Podestrang der deutschen Alpinen im Olympia-Winter, bei den Herren sieht es mau aus. Platz 36 ist das beste Ergebnis in Beaver Creek. Der Sieg geht an Aksel Lund Svindal.

          Maria Höfl-Riesch riss jubelnd die Arme in die Höhe und stieß einen Freudenschrei aus. Nach langer Wartezeit durfte die Doppel-Olympiasiegerin endlich den ersehnten 25. Weltcup-Sieg feiern. 13 Monate nach ihrem Slalom-Erfolg in Levi gewann die Partenkirchener Skirennfahrerin am Freitag die Abfahrt im kanadischen Lake Louise.

          Bei bitterer Kälte von minus 30 Grad verwies Höfl-Riesch die Schweizerin Marianne Kaufmann-Abderhalden und die Italienerin Elena Fanchini auf die weiteren Podestplätze. Die Amerikanerin Lindsey Vonn gab zehn Monate nach ihrem schweren Unfall bei der WM ihr Comeback und musste sich mit einem Platz jenseits der Top 25 begnügen.

          Mit ihrem zweiten Podestplatz im Olympia-Winter unterstrich Höfl-Riesch ihre gute Form und feierte den ersten Abfahrtssieg seit den olympischen Testrennen im Februar 2012 in Sotschi.

          „Das war für mich ein super Tag. Ich hoffe natürlich, es geht hier so weiter. Es wäre schön, hier noch zwei weitere gute Rennen zu fahren“, sagte die 29-Jährige, die Mitte November beim Slalom in Levi Zweite wurde. Im sechsten Saisonrennen bedeutete das Ergebnis von Lake Louise die fünfte Top-10-Platzierung. Viktoria Rebensburg erreichte am Freitag einen Rang in den Top 15.

          „Der Tag war zum Abhaken“

          Von solchen Ergebnissen waren die deutschen Herren beim Sieg des Norwegers Aksel Lund Svindal weit entfernt. Bei der Abfahrt im amerikanischen Beaver Creek bedeutete der 36. Rang von Tobias Stechert noch das beste Resultat des Deutschen Skiverbandes.

          „Der Tag war zum Abhaken“, sagte der Oberstdorfer nach einem Auftritt bei schwierigen Sichtverhältnissen. Beim Super-G an diesem Samstag wollen es die DSV-Speedfahrer besser machen, größere Chancen gibt es aber beim Riesenslalom am Sonntag. Dort ruhen die Hoffnungen vor allem auf Felix Neureuther und Fritz Dopfer.

          Vonn wagt sich wieder auf die Strecke

          Bislang sorgten die Damen durch Höfl-Riesch (2) und Viktoria Rebensburg (1) für die drei Podestränge der DSV-Alpinen in der Sotschi-Saison. Ihre Teamkollegin Gina Stechert verzichtete kurzfristig auf einen Start bei der Schussfahrt in Kanada. Es wäre ihr erster Renneinsatz im Weltcup seit dem von St. Anton im Januar gewesen.

          Dagegen wagte sich Vonn wieder auf die Strecke - nach nur einer Trainingsfahrt. Bei harten Pistenverhältnissen war der amerikanischen Abfahrts-Olympiasiegerin die fehlende Sicherheit anzumerken. Im Ziel wirkte die viermalige Gesamtweltcupsiegerin ratlos, einige wollten auch ein schmerzverzerrtes Gesicht erkannt haben.

          Höfl-Riesch zeigt sich in Topform

          „Lindsey hat die letzten sieben Rennen hier gewonnen. Sie war hier gehandicapt“, sagte Höfl-Riesch im ORF. Vonn, die Speed-Dominatorin der vergangenen Jahre, hatte sich nach ihrem Kreuzbandriss bei der WM im Februar bei einem Trainingsunfall im November erneut am operierten Knie verletzt. In jedem Fall muss sie noch einmal operiert werden; diesen Eingriff will die Amerikanerin aber bis nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi hinauszögern.

          Zwei Monate vor dem Olympia-Start fährt Höfl-Riesch dagegen schon in Topform. Wiederholt hatte sie am Jubiläums-Erfolg im alpinen Ski-Weltcup geschnuppert, jetzt glückte der ersehnte Sieg. Erstmals hatte Höfl-Riesch vor fast zehn Jahren am 30. Januar 2004 mit der Abfahrt in Haus im Ennstal ein Weltcup-Rennen gewonnen.

          Quelle: DPA

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi will es bei den nationalen Wahlen im Frühjahr 2018 noch einmal wissen.

          Mehr Unabhängigkeit : Populistische Übung für Berlusconi

          Italienische Regionen wollen mehr Unabhängigkeit und Berlusconi möchte bei den nationalen Wahlen wieder mitmischen. Dafür nutzt er die beiden Referenden für mehr regionale Autonomie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.