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Ski alpin Heimsieg für Didier Cuche

Didier Cuche ist in seiner Abschiedssaison kaum zu stoppen. Auf schmelzender Piste gewinnt der Schweizer den Super-G von Crans-Montana.

© AFP Vergrößern Perfekt: Wetter, Sprung, Zeit, Cuche

Mit schnellen Ski und ganz viel Erfahrung hat Altmeister Didier Cuche auf seiner Abschiedstour den nächsten Weltcup-Sieg eingefahren. Trotz extrem weicher Piste setzte sich der Schweizer am Freitag im Super-G von Crans-Montana durch und sicherte sich kurz vor dem Karriereende noch einmal einen emotionalen Heimsieg.

„Es ist schon etwas Besonderes. Viele haben gefragt, wie das ist, wenn man daheim das letzte Rennen fährt. Ich musste die emotionale Seite beiseiteschieben, ich musste meine Leistung bringen - und die ist zum Glück gekommen“, sagte der 37-Jährige. Wem er zu danken hatte, wusste Cuche nach seinem 21. alpinen Weltcup-Erfolg, dem erst zweiten in der Schweizer Heimat, ganz genau. „Der Sieg geht auf meinen Servicemann, er hat mir Raketen gegeben.“

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Keinen Grund zur Freude hatte Stephan Keppler. Fitgespritzt um den Knieschmerzen zu trotzen, misslang dem 29-Jährigen die Fahrt auf der Piste Nationale im WM-Ort von 1987 gründlich. Am letzten Tor fuhr er schließlich vorbei und schied aus. „Das Knie hat mir keine Probleme gemacht, aber ich mag es nicht, wenn die Piste so weich ist“, sagte Keppler. Auch Tobias Stechert und Josef Ferstl kamen nicht ins Ziel. Andreas Sander verpasste in 1:36,05 Minuten die Punkteränge der besten 30.

Alpine Skiing World Cup Men Super-G © dpa Vergrößern Dank an den Servicemann: Mit „Raketenski“ unterwegs

Cuche war bei schönstem Sonnenschein in 1:33,11 Minuten ins Ziel gerast. Dort konnte sich der älteste alpine Weltcup-Sieger über seinen vierten Saisonsieg nach den Erfolgen in den Abfahrten von Lake Louise, Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen freuen. Seine Gesamtbilanz mit nun 21 Siegen sorgte für besondere Freude. „Ich kann nicht glauben, dass ich genau so viele Siege habe wie Kjetil André Aamodt“, zog der den Vergleich mit dem erfolgreichen Norweger.

Am Samstag geht seine Abschiedstour in Crans-Montana mit einem weiteren Super-G weiter, am Sonntag folgt noch ein Riesenslalom.

Switzerland's Cuche speeds down the slope during the men's Alpine Skiing World Cup Super G race in Crans-Montana © REUTERS Vergrößern Enge Linie: Didier Cuche ist auf seine alten Tage auch von schlechtem Schnee nicht zu stoppen

Am Freitag hatten alle anderen Favoriten auf dem immer weicher werdendem Untergrund das Cuche-Tempo nicht bringen können. Zweiter wurde Jan Hudec, ihm fehlten 0,16 Sekunden. Dritter wurde Benjamin Raich (Österreich) mit einem Rückstand von 0,21 Sekunden.

Cuche hat nun noch gute Aussichten auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel im Super-G. Hier liegt er mit 221 Punkten hinter Aksel Lund Svindal (Norwegen/259 Punkte) auf Platz zwei. Im Gesamtweltcup veränderte sich durch das erste der drei Crans-Montana-Rennen wenig: Der Schweizer Beat Feuz (1014 Punkte) enttäuschte als 20. und konnte nur elf Punkte auf den Führenden Marcel Hirscher (1055) und den zweitplatzierten Ivica Kostelic (1043, nicht am Start) gut machen.

Der Österreicher Hirscher verfehlte bei seinem Saisondebüt im Super-G die Punkteränge und ließ einen Start am Samstag vorerst offen.

Quelle: dpa

 
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