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Skeleton : Genug ist nicht genug

Frank Rommel und die Vermessung der Olympia-Bahn: Nichts davon gewusst? Bild: REUTERS

Im Eiskanal macht den Deutschen keiner was vor: Sie sind Weltmeister in fast allen Klassen, mit fast allen Schlitten. Nur im Skeleton fehlt der Speed, und schon wird geschummelt.

          Bei den Großen, ja, da wird getäuscht und getrickst. Aber bei den Kleinen? Da sollte doch wohl der olympische Geist herrschen. Aber weit gefehlt. Auch Rodler und Bobfahrer lassen kaum was unversucht. Dabei haben es die Deutschen gar nicht nötig. Sie sind Rodel-Weltmeister der Herren, der Damen, im Doppelsitzer, in der Mannschaft und Weltmeister im Zweier- und im Viererbob der Herren. Nur im Skeleton fehlt der Speed, und das ist ein Jahr vor Olympia durchaus bedenklich. Denn in diesen Nischen-Sportarten überlebt man mittelfristig nur mit Gold am Hals alle vier Jahre. Ob diese Sorge der Grund war für die regelwidrige Vermessung der Olympiabahn von Sotschi? Die hat die Konkurrenz den Deutschen in diesen Tagen vorgeworfen.

          Am Schlitten von Frank Rommel entdeckte sie einen verbotenen, elektronischen Datenaufzeichner. So eine Simulation erleichtert die Einstellung auf die Bahn der Russen 2014. Man habe das nicht gewusst, verteidigten sich die Angeklagten. Die Deutschen, Profis vom Scheitel bis zur Sohle, ohne Überblick? Die Ausrede macht die Sache noch peinlicher.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

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