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Nordische Kombination : Erster Sieg nach fast zwei Jahren

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Mit einem guten Sprung sicherte sich Top-Läufer Kircheisen eine glänzende Ausgangsposition Bild: dpa

Die Reise hat sich gelohnt: Kombinierer Björn Kircheisen feiert beim Weltcup im kasachischen Almaty seinen ersten Sieg nach 23 Monaten. Rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft ist der Routinier im deutschen Team wieder in Bestform.

          Auch nach seiner beendeten Durststrecke blieb Björn Kircheisen ausgesprochen cool. Zwar bejubelte der Nordische Kombinierer beim Rennen im kasachischen Almaty schon 100 Meter vor dem Zielstrich seinen ersten Weltcup-Sieg seit 23 Monaten, doch schon wenig später wirkte der Sachse so, als hätte er auf den letzten Metern noch verloren. Seine Konzentration gilt schon jetzt den Weltmeisterschaften vom 20. Februar an in Val di Fiemme.

          Als Einziger der deutschen WM-Fahrer war Kircheisen an die chinesische Grenze gereist. „Das hatte ich mir schon vor der Saison vorgenommen. Ich wollte hier unbedingt starten, um im Wettkampfrhythmus zu bleiben“, begründete der 29-Jährige seine Einzelentscheidung. Und in dem Bewusstsein, dass den letzten Weltcup vor der WM wohl ohnehin nur wenige der Spitzenleute wahrnehmen werden und damit die Chance sehr groß ist, mit einer guten Platzierung noch einmal Selbstbewusstsein für das Championat zu tanken. Dass es gar zum Sieg, dem 16. in der Karriere des Johanngeorgenstädters, reichen kann, war bereits nach dem Springen absehbar. Kircheisen wurde Neunter mit 58 Sekunden Rückstand auf den Österreicher Mario Seidl, der mit 142 Metern Schanzenrekord gesprungen war. Alle vor Kircheisen platzierten Athleten gehörten nicht zu den Top-Läufern.

          Attacke: zwei Kilometer vor dem Ziel

          Und so startete der Polizeimeister in gewohnter Manier seine Aufholjagd, war nach der Hälfte des Rennens an der Spitzengruppe dran. Zwei Kilometer vor dem Ziel startete er dann seine Attacke. „Vielleicht war das ein wenig früh, aber ich fühlte mich auf dieser schwierigen Strecke gut. Im Nachgang muss ich sagen, dass es ein Rennen mit viel Gefühl war. Ich habe nicht überzogen und das hat sich ausgezahlt“, berichtete „Kirche“. Fast zwei Jahre musste er auf einen Weltcup-Sieg warten. Nun ist der Routinier im deutschen Team wieder da - rechtzeitig vor der WM.

          Auch im Gesamtweltcup ging es für ihn nach vorn. Mittlerweile ist er Neunter. In Führung bleibt Eric Frenzel aus Oberwiesenthal. Die ersten Sechs des Gesamtklassements hatten auf die Reise nach Kasachstan verzichtet, um sich gezielt auf die WM vorzubereiten. Bundestrainer Hermann Weinbuch bereitet Titelverteidiger Frenzel und die anderen WM-Fahrer Tino Edelmann, Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Manuel Faißt derzeit in Oberstdorf auf den Jahreshöhepunkt vor.

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