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Eishockey-Nationalmannschaft Sorglos Richtung Sotschi

 ·  Das deutsche Eishockey-Team hat in der Qualifikation zu den Olympischen Winterspielen 5:1 gegen die Niederlande gewonnen. Einem zittrigen Beginn folgte ein souveräner Sieg - auch weil dem drittklassigen Gegner am Ende die Luft ausging.

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© dpa Im Netz: Michael Wolf (r.) trifft gegen die Niederlande

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist Olympia 2014, mit zittrigen Knien ein kleines Stück näher gekommen. Gegen die Niederlande gewann das Team von Bundestrainer Pat Cortina am Donnerstag 5:1 (2:0, 1:1, 2:0). Der Sieg zum Beginn des Qualifikationsturniers in Bietigheim-Bissingen, bei dem unter vier Teilnehmern ein letzter Startplatz für die Winterspiele in einem Jahr in Sotschi vergeben wird, war nicht glanz-, sondern mühevoll. Am Nachmittag bezwang zudem der vermeintlich größte Rivale Österreich die Italiener 3:2.

Früh zeichnete sich vor 3800 Zuschauern ab, dass die Holländer den nervösen Favoriten vor Probleme stellen würde. Läuferisch, taktisch und körperlich hatten sie zwar höchstens drittklassiges Niveau, doch dank ihres Kampfgeists hielten sie phasenweise erstaunlich gut mit und das hektische Geschehen einigermaßen ausgeglichen. Dass die Deutschen mit ihrer Chancenverwertung durchweg schlampig umgingen, sorgte lange für zuvor kaum erwartete Spannung. Der Doppelschlag zum 2:0 durch Alexander Barta (9. Minute) und David Wolf (12.) befreite Cortinas Männern nicht von ihrer Nervosität. Besonders Philip Gogulla, Kai Hospelt und Jerome Flaake taten sich hervor, wenn es darum ging, beste Einschussmöglichkeiten zu vergeben.

Dem Außenseiter ging die Kondition aus

Was dem Bundestrainer ebenfalls nicht gefallen haben dürfte, waren die Unachtsamkeiten in der Abwehr. Im trügerischen Gefühl, dass ihnen gegen den 24. der Weltrangliste wohl kein Ungemach drohen dürfte, stürmten die Männer in den schwarz-rot-goldenen Trikots meist munter nach vorne, um sich in die Torschützenliste einzutragen; an der Bereitschaft, nach einem Scheibenverlust konsequent nach hinten zu arbeiten, mangelte es dagegen. Rob Zepp war mehrmals gefragt, die Patzer seiner Vordermänner zu bereinigen, doch in der 30. Minute lag der Puck dann doch im Netz hinter ihm: Marcel Kars überwand den Keeper der Eisbären Berlin im Powerplay. Weitere Schrecksekunden blieben den Deutschen erspart, auch weil dem kecken Außenseiter die Kondition ausging. Abermals Barta (39.), Michael Wolf (48.) und Moritz Müller (59.) stellten mit ihren Treffern einen deutlichen Erfolg sicher, der trotz allem nicht zum überzeugenden Mutmacher für das Wochenende der Entscheidung taugte. Gegen Italien, Konkurrent an diesem Freitag (19.30 Uhr), könnte vor allem eine ähnlich laxe Verteidigungsbereitschaft schwerwiegendere Folgen haben.

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Jahrgang 1974, Sportredakteur.

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