Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich drei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft in Russland (27. April bis 13. Mai) in guter Frühform präsentiert. Trotz Personalsorgen gewann das Team von Bundestrainer Uwe Krupp zwei Tage nach dem 2:3 nach Penaltyschießen das zweite Länderspiel beim WM-Zehnten Lettland in Riga 3:1 (1:0, 1:1, 1:0).
Andre Rankel brachte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bereits in der 8. Minute in Führung. Für den 21 Jahre alten Stürmer vom entthronten deutschen Meister Eisbären Berlin, der am Ostersamstag sein Debüt im Nationalteam gegeben hatte, war es der erste Länderspiel-Treffer. Nach dem Ausgleich durch Viktors Blinovs (26.) schossen Michael Wolf von den Iserlohn Roosters mit seinem sechsten Tor im 18. Länderspiel (39.) und John Tripp vom ERC Ingolstadt (57.) den Sieg für das deutsche Team heraus. Damit beendete die DEB-Auswahl ihre Negativserie von zuletzt drei Niederlagen in Folge. Gegen die Letten war es der erste Sieg seit dem 3:2 am 3. Mai 2002 bei der WM in Schweden nach zuletzt zwei Niederlagen und zwei Remis.
„Gekämpft und clever gespielt“
„Das war ein super Eishockey-Spiel“, stellte Krupp nach dem Erfolg zufrieden fest: „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft und clever gespielt. Das war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Genauso müssen wir spielen.“ Vor rund 10.500 Zuschauern zeigte sein Team eine noch bessere Leistung als beim ersten Vergleich.
Die DEB-Mannschaft spielte sehr engagiert und spritzig, die Defensive überzeugte trotz der Ausfälle von Sascha Goc (Hannover Scorpions), Andreas Renz (Kölner Haie) oder Stefan Schauer (Nürnberg Ice Tigers). Die Leistung der Deutschen überraschte umso mehr, da Krupp mit Ausnahme von Florian Schnitzer von den Hamburg Freezers neun der zehn Spieler einsetzte, die als Debütanten die Reise nach Lettland mit angetreten hatten.