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Curling-EM Ausgewischt

Zum ersten Mal steigen die deutschen Curling-Männer aus der europäischen A-Klasse ab. Nach nur einem Sieg in neun EM-Spielen vermasselt das „Team Allgäu“ zugleich die deutsche Qualifikation für die kommende WM.

© REUTERS Er rutschte nicht richtig: Deutschlands Curling-Team ist abgestiegen

Das Debakel für die deutschen Curling-Herren bei der Europameisterschaft im schwedischen Karlstad ist perfekt: Nach einer weiteren Niederlage, der achten im neunten Vorrundenspiel, steigt Deutschland zum ersten Mal aus der Gruppe der besten Mannschaften in die europäische Zweitklassigkeit ab. Das kombinierte „Team Allgäu“ mit Spielern des CC Füssen und des CC Oberstdorf unterlag in einer zerfahrenen Partie, die von etlichen Fehlern geprägt war, dem direkten Konkurrenten Frankreich trotz 9:7-Führung noch mit 9:12 und wurde damit Vorletzter der A-Gruppe.

Bei der nächsten EM muss Deutschland damit erstmals in der B-Gruppe antreten. Und auch die WM im April in Kanada wird definitiv ohne deutsches Team ausgespielt. Rainer Nittel, der Sportdirektor des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) war nach der unerwarteten Pleite sprachlos: „Mit so einem Ergebnis konnte keiner rechnen. Aufgrund der Vorbereitungsergebnisse waren wir optimistisch, die direkte WM-Qualifikation zu schaffen.“

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Dafür hätten sich die Allgäuer um Skip Andreas Lang unter den besten Vier plazieren müssen. „Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel bei der großen Leistungsdichte, aber es ist machbar“, hatte Lang angekündigt. Das Selbstvertrauen leitete er aus den bisherigen Saisonleistungen ab. Bei der nationalen Qualifikation in Füssen hatte sich das Team souverän gegen die deutsche Konkurrenz durchgesetzt, darunter das Hamburger Team um John Jahr, das den DCV bei EM und WM im vergangenen Winter vertreten hatte.

Neu aufgestellt, hochmotiviert, aber nicht erfolgreich

Doch der Eindruck war trügerisch und die Umstellung im Team ging nach hinten los: Nachdem zuletzt noch der routinierte Daniel Herberg als Skip fungierte, hatte nun Lang diese Rolle inne. Daniel Neuner und Markus Messenzehl komplettierten das Team. Andreas Kempf stand als Ersatzmann parat, und musste zwischendurch für den erkrankten Herberg einspringen.

„Das Team ist hochmotiviert, aber auch etwas nervös ins Spiel gestartet“, hatte Bundestrainer Martin Beiser die Auftaktniederlagen gegen Dänemark (5:10) und Schottland (2:7) noch entschuldigt. Doch im Verlauf der Meisterschaft im System „Jeder gegen Jeden“ wurde es nicht besser. Nur Mitabsteiger Ungarn (9:2) konnte geschlagen werden.

„Das Ergebnis müssen wir sacken lassen und die richtigen Schlüsse für die im Dezember 2013 stattfindende Olympiaqualifikation ziehen“, sagte Nittel nach der EM-Pleite. Dort werden die letzten beiden Plätze für Sotschi 2014 vergeben. Derweil spielen Gastgeber Schweden, Tschechien, Norwegen und Dänemark in Karlstadt die EM-Medaillen aus.

Quelle: FAZ.NET

 
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