Nach seinem energischen Schlussspurt ballte Simon Schempp die Faust, dann gratulierte er als dem Sieger Tarjei Bö. Der 24-jährige ist beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen als bester Deutscher auf Rang vier gesprintet. Seinen zweiten Podestplatz in dieser Saison verpasste Schempp nur um 1,5 Sekunden. Hätte er im dichten Schneetreiben nicht eine Scheibe stehen gelassen, wäre sogar sein erster Weltcupsieg möglich gewesen. „Ich bin trotzdem sehr zufrieden. Tarjei und ich haben gleich geschossen, er war einen Tick schneller und deshalb ist er der verdiente Sieger“, sagte Schempp.
Weltcup-Gesamtsieger Bö schoss wie Schempp einmal daneben und setzte sich in der Endabrechnung vor Martin Fourcade (Frankreich/2) und dem Russen Timofey Lapschin (0) durch. Die Biathleten sind derzeit wie in der Vorwoche in Hochfilzen im Einsatz, da im französischen Annecy wegen Schneemangels nicht gestartet werden konnte.
Florian Graf zeigte beim letzten Schießen Nerven - nach drei Fehlschüssen und 450 Extra-Metern sprang trotz einer starken Laufform nur Platz 23 heraus, Andreas Birnbacher (3) landete auf dem 26. Rang. Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer (2) musste sich mit Platz 46 zufriedengeben. Der mit einer Strafrunde belastete Turin-Olympiasieger Michael Greis wurde sogar nur 53., Michael Rösch (3) landete auf Position 88. Die drei waren bei dichtem Schneetreiben früh gestartet und hatten dadurch Nachteile auf der Strecke.