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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Biathlon Fischer im Krankenbett, Björndalen Weltcupsieger

 ·  Der erkrankte Biathlet Sven Fischer erlebte den Triumph des Norwegers Ole Einar Björndalen im Gesamtweltcup im Hotelbett. Kati Wilhelm konnte sich in der Gesamtwertung noch auf Platz zwei verbessern.

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Kati Wilhelm ist mit dem zweiten Rang beim letzten Biathlon-Weltcuprennen der Saison im russischen Chanty Mansijsk noch auf Platz zwei in der Gesamtwertung gestürmt. Dagegen mußte der erkrankte Sven Fischer am Samstag tatenlos vom Hotelbett aus zusehen, wie ihm Ole Einar Björndalen im letzten Rennen der Saison den Weltcupsieg entriß.

Dem 31jährigen Norweger reichte dazu am Samstag der zweite Platz im abschließenden Massenstartrennen über 15 Kilometer hinter Raphael Poiree. Wilhelm mußte nach 12,5 km vor 17.000 Zuschauern nur der Russin Olga Saizewa den Vortritt lassen, die sich den Disziplin-Weltcup im Massenstart holte.

„So wollte ich den Weltcup nicht gewinnen“

Die große Kristallkugel gewann erstmals Sandrine Bailly (Frankreich) mit 847 Punkten vor Wilhelm (833), die für die beiden Ehrenplätze am Samstag 21.000 Euro Preisgeld von der Internationalen Biathlon-Union kassierte, und Olga Pylewa (Rußland/830). „Den Gesamtweltcup habe ich mit den schlechten Plazierungen bei der WM verloren. Ich bin trotzdem überglücklich und werde im nächsten Jahr wieder angreifen“, kündigte Wilhelm an.

Poiree sicherte sich mit dem dritten Saisonsieg als Trostpflaster im für ihn unbefriedigend verlaufenen Winter den Disziplin-Weltcup im Massenstart und mit 869 Punkten in der Gesamtwertung den dritten Platz hinter dem nun dreimaligen Gesamtsieger Björndalen (923) und dem Oberhofer Fischer (912). „Es tut mir sehr leid, daß Sven heute nicht starten konnte. So wollte ich den Weltcup nicht gewinnen. Daß er krank wurde, ist schade für ihn und unseren Sport“, sagte Björndalen.

„Ole war in dem Winter der weltbeste Biathlet“

Daß der Norweger mit 12 Siegen bei 20 Starts allerdings kein unverdienter Gewinner der großen Kristallkugel ist, bestätigte Bundestrainer Frank Ullrich. „Ole war in dem Winter der weltbeste Biathlet. Doch auch Sven hat sich fantastisch verkauft, mit fünf Siegen und drei WM-Medaillen eine Riesensaison abgeliefert und den Lohn für sein konsequentes Training kassiert“, erklärte Ullrich.

In der Saisonwertung wurde Sven Fischer, der für den zweiten Platz 15.000 Euro Preisgeld erhielt, aber für seine konstanten Leistungen bestraft. Er sammelte in allen Rennen bis auf den krankheitsbedingten Ausfall am Samstag Punkte, hatte am Ende mit 928 Zählern sogar fünf mehr als Björndalen auf seinem Konto. Da aber die drei schlechtesten Resultate für die Gesamtwertung gestrichen werden, mußte Fischer 16 Punkte für zwei 23. Plätze abgeben, während Björndalen, der sieben Rennen ausgelassen hat, alle Punkte in die Wertung brachte.

Die drei deutschen Männer hatten mit den Podestplätzen im letzten Weltcuprennen nichts zu tun. Bester war Ricco Groß (Ruhpolding) als 12. vor Alexander Wolf (Oberhof/13), die sich damit neben Michael Greis (Nesselwang/26.) und Michael Rösch (Altenberg) die Startplätze für die beiden deutschen Staffeln bei der ersten Mix-WM mit je zwei Damen und Herren über 4 x 6 km am Sonntag sicherten. Bei den Frauen werden wahrscheinlich Kati Wilhelm (Zella-Mehlis), die Tagesfünfte Andrea Henkel (Großbreitenbach), Simone Denkinger (Gosheim) und Katrin Apel (Frankenhain) starten.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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