http://www.faz.net/-gtl-751e7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 13.12.2012, 16:38 Uhr

Biathlon Dämpfer für die Deutschen

Trotz fehlerfreier Schießleistung hat Simon Schempp als 15. beim Biathlon-Sprint in Pokljuka mit der Entscheidung nichts zu tun. Seine Teamkollegen laufen noch weiter hinterher.

© dpa Gut geschossen, aber nichts gewonnen: Simon Schempp

Den 13. Dezember 2012 würde Arnd Peiffer am liebsten aus seinem Gedächtnis streichen. Denn erstmals in seiner Karriere verpasste der Sprint-Weltmeister von 2011 die Qualifikation für die Verfolgung. Platz 73 im Sprint von Pokljuka war das schlechteste Ergebnis des 25-Jährigen in seiner Biathlon-Karriere. Das deutsche Team insgesamt musste am Donnerstag beim umjubelten Heimsieg des Slowenen Jakov Fak den ersten Dämpfer dieser Saison hinnehmen. „Das ist mir noch nie passiert. Ich bin natürlich angemessen genervt davon, dass es so schlecht gelaufen ist“, analysierte der Harzer gewohnt sachlich. Dennoch war deutlich zu sehen, wie angefressen Peiffer angesichts des Debakels war.

Nach dem Sprintsieg von Andreas Birnbacher in Hochfilzen und zwei weiteren Podestplätzen durch ihn und Erik Lesser zuvor wollten die deutschen Skijäger auch auf dem Hochplateau in den Julischen Alpen angreifen. Doch nach den zehn Kilometern stand Platz 15 von Simon Schempp (+52,5 Sekunden), der als Einziger seines Teams fehlerfrei blieb, als bestes Ergebnis zu Buche. Ein gelungenes Weltcup-Debüt feierte Johannes Kühn als 17 (1/1:00,6).

Mehr zum Thema

Peiffer musste derweil wie fast alle seiner Teamkollegen konstatieren: In der Höhe von gut 1300 Metern lief es weder am Schießstand noch in der Loipe. Er leistete sich vier Strafrunden, Hochfilzen-Sieger Andreas Birnbacher, der auch nur auf dem enttäuschenden 40. Rang einkam, schoss dreimal daneben und hatte 1:44,3 Minuten Rückstand auf den Sieger. Erik Lesser wurde nach drei Fehlern 32. (+ 1:32,1), Florian Graf (2/1:31,9) landete auf Rang 30. „Dafür trainiere ich nicht das ganze Jahr, dass es so schlecht läuft. Ich muss das erstmal analysieren. Ich bin einfach kaputt und brauche ein paar Tage, um zu regenerieren“, sagte Peiffer, der die schlechte Laufleistung nur bedingt auf das Material schob.

Bei Schempp scheint derweil vor allem Aufbauarbeit gefragt zu sein. Nach seinem Rennen wirkte der 24-Jährige fast schon ein bisschen desillusioniert. „Mit der Platzierung kann ich gerade noch zufrieden sein. Wenn man merkt, dass es mit dem Schießen ganz gut klappt, aber läuferisch nicht viel zusammen geht, ist das schon enttäuschend“, sagte der Uhinger.

Vorfreude bei Evi Sachenbacher

Bei den Damen gibt Evi Sachenbacher-Stehle am Freitag (14.20 Uhr/ARD und Eurosport) ihr Weltcup-Debüt. „Die Vorfreude ist riesengroß, aber die Nervosität macht sich langsam auch bemerkbar“, bekannte die 32-Jährige nach dem Abschlusstraining. Da machte die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin einen starken Eindruck. „Heute war es echt gut. Das Schießen hat zuletzt eh ganz gut funktioniert. Ich hoffe, dass es auch unter Wettkampfbedingungen genauso geht“, meinte die Bayerin optimistisch.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Zweite Bundesliga Hannover bleibt spitze – Sieg für Stuttgart

Die Absteiger setzen sich in der zweiten Bundesliga gleich oben fest. Stuttgart pirscht sich mit dem ersten Auswärtssieg heran, Hannover bleibt an der Spitze. Eine Überraschung gelingt Aufsteiger Würzburg. Mehr

26.08.2016, 20:33 Uhr | Sport
Mord an Freundin Sechs Jahre Haft für früheren Sprintstar Pistorius

Wegen Mordes an seiner Freundin ist der südafrikanische frühere Sprintstar Oscar Pistorius zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Richterin Thokozile Masipa hat in Pretoria das Strafmaß gegen Pistorius verkündet, der seine Freundin Reeva Steenkamp im Februar 2013 durch die geschlossene Toilettentür seines Hauses erschossen hatte. Der Sportler selbst beteuert, er habe sie mit einem Einbrecher verwechselt. Mehr

26.08.2016, 18:50 Uhr | Gesellschaft
Zehnkampf 8162 Punkte zum Sieg

Zehnkämpfer Niklas Kaul ist Weltmeister. Mit 17 Jahren startete er in Kolumbien und blendete die 15 000 Zuschauer einfach aus, so sagt der Schüler Mehr Von Jared Aleme Selassie, Gymnasium Nieder-Olm

26.08.2016, 12:51 Uhr | Gesellschaft
Tüftler aus Italien Selbstgebaute Sportwagen von Filandi

Moreno Filandi träumte von einem schicken Sportwagen. Genug Geld dafür hatte er allerdings nicht. Deswegen baut der italienische Automechaniker sich in seiner Freizeit einfach seine eigenen Sportwagen: Zum Beispiel den Filandi Uragano, ein Supersportwagen mit 600 PS und 340 km/h Spitzengeschwindigkeit. Mehr

26.08.2016, 17:50 Uhr | Technik-Motor
Borussia Dortmund Unter Freunden in schwarz-gelb

André Schürrles Wechsel zu Borussia Dortmund war von viel Skepsis begleitet. Der Weltmeister zeigt sich aber als einer, der sich nochmal durchboxen will – und bekommt dabei viel Unterstützung. Mehr Von Richard Leipold, Dortmund

27.08.2016, 12:23 Uhr | Sport

Goldesel streck dich, Herz versteck dich

Von Evi Simeoni

Es gibt Leute, die haben Geld wie Heu. Und es gibt welche, die machen Geld mit Heufressern. Glückwunsch! Für sentimentalen Kinderkram bleibt den Pferdehändlern keine Zeit. Mehr 0