22.12.2005 · Das DFB-Sportgericht hat den ehemaligen Chemnitzer Fußballprofi Steffen Karl wegen unsportlichen Verhaltens sowie der Verstrickung in Manipulationsskandal für acht Monate von allen Meisterschaftsspielen ausgeschlossen.
Das DFB-Sportgericht hat den ehemaligen Chemnitzer Fußballprofi Steffen Karl wegen unsportlichen Verhaltens in zwei Fällen sowie der Verstrickung in den Wett- und Manipulationsskandal um den ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer für acht Monate von allen Meisterschaftsspielen ausgeschlossen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mit. Die Sperre dauert bis zum 22. August 2006; Karl hat das Urteil laut DFB akzeptiert.
Als Karl noch in den Diensten des Regionalligisten Chemnitzer FC stand, hatte er mehrfach Spiele beeinflußt. Zudem hatte er dem damaligen Torwart von Energie Cottbus, Georg Koch, 20.000 Euro für den Fall geboten, daß dieser am 23. Mai 2004 im letzten Spiel der Zweiten Bundesliga gegen Jahn Regensburg durch absichtliche Fehler eine Niederlage von Cottbus herbeiführt. In Zuge des strafrechtlichen Verfahrens war Karl vom Berliner Landgericht wegen Beihilfe zum Betrug in zwei Fällen zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hat er Revision eingelegt.