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Werder Bremen Klose: „Möchte mich bei Werder und allen Fans entschuldigen“

28.04.2007 ·  Nationalstürmer Miroslav Klose ist bei Werder Bremen nach seinem Treffen mit den Bayern-Verantwortlichen in Ungnade gefallen. Manager Klaus Allofs stellte noch einmal klar, dass „ein Wechsel innerhalb Deutschlands bis 2008 nicht möglich ist“.

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Miroslav Klose hat auf die Wut und den Frust der Fans von Werder Bremen reagiert und zumindest die Unstimmigkeiten mit seinem Klub beigelegt. Der einstige Liebling entschuldigte sich einen Tag nach der 0:3-Niederlage bei Espanyol Barcelona bei den Fans und dem Fußball-Bundesligaklub für das viel diskutierte Geheimtreffen mit Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß und Trainer Ottmar Hitzfeld in einem Hotel in Hannover. Wegen des Meetings zwei Tage vor dem wichtigen Uefa-Cup-Spiel ist Klose jedoch in der Gunst der Werder-Fans tief gesunken. „Wir wollen keine Bayern-Schweine!“, schrie ein Teil der rund 500 mitgereisten Bremer Anhänger in Barcelona.

Die Vereinsführung bestellte den Spieler und seinen Berater kurz nach der Rückkehr aus Barcelona zum Rapport. Anschließend entschuldigte sich der Torjäger am Freitag für sein Verhalten. „Das Treffen mit den Bayern war lediglich ein Informationsgespräch und keine Vertragsverhandlung. Der Zeitpunkt war unglücklich. Dafür möchte ich mich bei Werder und allen Fans entschuldigen“, erklärte der Stürmer. „Ich hätte Trainer und Manager vorher informieren müssen.“ Trotz des Eingeständnisses droht ihm nach der schwachen Leistung im nächsten Bundesligaspiel am Sonntag bei Arminia Bielefeld die Ersatzbank.

„Wechsel innerhalb Deutschlands nicht möglich“

Werder-Manager Klaus Allofs akzeptierte die Entschuldigung, schob möglichen Wechselabsichten des Angreifers zum deutschen Rekordmeister nach München aber einen Riegel vor. „Wir haben auch klargemacht, dass während der Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni 2008 ein Wechsel innerhalb Deutschlands nicht möglich ist“, sagte Allofs.

Trainer Thomas Schaaf, der seinen Stürmer bei der Niederlage in Barcelona aus dem Spiel genommen hatte, entzog dem WM-Torschützenkönig die Stammplatzgarantie. „Ob wir am Sonntag in Bielefeld mit Miro oder ohne ihn spielen, werden wir sehen“, sagte der Trainer. Man müsse die Leistung hinterfragen. „Miro ist ein wichtiger Teil der Mannschaft, aber die Mannschaft steht an erster Stelle.“ An Klose ist der Wirbel um seinen zukünftigen Verein offensichtlich nicht spurlos vorübergegangen. Der Stürmer bot gegen Espanyol eine erschreckende Vorstellung und lieferte das schwächste Spiel in einer Reihe von mehreren schlechten Partien in dieser Saison ab. Gerade einmal elf Ballkontakte hatte der WM- und Bundesliga- Torjäger des vergangenen Jahres - das dürften weniger als bei den meisten Balljungen gewesen sein. Klose, der seit Monaten über seine Zukunft grübelt und mit dem FC Bayern und dem FC Barcelona in Verbindung gebracht wird, spielte zaghaft und zögerlich.

„Wir haben als Mannschaft versagt“

Dass die Berichterstattung der vergangenen Tage Einfluss auf seine Leistung gehabt habe, wies Klose zurück. „Ich habe mich aufs Spiel konzentriert. Es wird so viel verbreitet, dass mich das gar nicht mehr beschäftigt“, versicherte der Nationalstürmer. Zu der verlorenen Partie erklärte er: „Es lag daran, dass wir als Mannschaft ziemlich versagt haben, dass keiner auch nur annähernd an seine Leistung gekommen ist.“ Das Wechsel-Thema zehrt augenscheinlich aber nicht nur an den Nerven von Klose, dessen Vertrag bei Werder noch bis 2008 läuft.

Einen Zusammenhang mit dem schwachen Auftritt der Mannschaft wollte aber kein Bremer herstellen. „Diese Niederlage an den Schlagzeilen festzumachen ist absoluter Blödsinn“, sagte Nationalspieler Clemens Fritz. Und Manager Allofs erklärte: „Das wäre eine Ausrede.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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