Home
http://www.faz.net/-gtl-2zvp
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Wellness Schöne Männer braucht das Land

Was Männer heute wirklich wollen: Gurkenmaske, Molke-Bad und Ayurveda-Massage gehören dazu.

Spezielle Wellness-Angebote stehen hoch im Kurs bei Männern. Denn durch den androgynen Trend "Wellness" können auch sie klassisch "unmännliche" kosmetische Behandlungen in Anspruch nehmen.

Die Frage ist nur: Traut sich die Männerwelt ohne weibliche Begleitung auf die Beauty-Farm? Da scheint die Hemmschwelle noch recht groß zu sein, wie eine Studie herausfand.

Mehr zum Thema

Der Mann im Wandel der Zeit

Immer mehr Männer legen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und tun auch etwas dafür. Haarentfernung mit Heißwachs, erfrischende Gesichtsmasken und kosmetische Behandlungen sind keine Fremdworte mehr für das "starke" Geschlecht.

Das Lebensglück besteht für zunehmend mehr Männer nicht mehr allein im beruflichen Erfolg, Statusdenken und dem Porsche vor der Tür, sondern Werte wie persönliche Lebensqualität stehen immer häufiger im Vordergrund.

Zwischen Gurkenmaske und Hantelbank

Auf die neuen Bedürfnisse der Männer gibt es inzwischen Antworten - Fachzeitschriften offenbaren die heimlichen Ängste und Hoffnungen des starken Geschlechts und geben Tipps für jede Lebenskrise. In diesem Jahrtausend wird Körperkult betrieben.

Aber: Das Interesse an harten Fitness-Programmen nimmt rapide ab. Gewünscht werden Relax-Programme. Wellness ist der Renner und Männer fordern in diesem Gebiet die Gleichberechtigung. "Entspannen und abschalten in professionellen Instituten mit tollem Service ist der Trend der Zukunft," fanden Marktforscher des GfK-Instituts bereits Mitte 2000 heraus.

Bodyfeeling statt Bodyshaping

Wellness-, Fitness- und Beautyreisen gewinnen folglich immer mehr an Bedeutung. Doch die Angebote der meisten Kosmetik-Institute und Wellness-Hotels werden den Bedürfnissen von Männern nicht gerecht. Die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot ist eklatant.

Der Wellness-Trend bei Männern ist unverkennbar, diese umsatzstarke Zielgruppe wird allerdings vernachlässigt oder unterschätzt: 82 Prozent der untersuchten Hotels bieten keine besonderen Männer-Angebote an, im Gegensatz zu einer Vielzahl an frauentauglichen Programmen.

Dabei würden 74 Prozent der befragten Männer Wellness-Hotels oder Beautyfarmen besuchen, wenn es spezielle Männer-Angebote gäbe. Außerdem haben sie bereits genaue Vorstellungen wie die Angebote aussehen sollten.

Fitness mit Verwöhn-Aroma

Männer wünschen sich eine sinnvolle Verknüpfung zwischen Sport- und Fitnessangeboten und Verwöhn- und Relaxprogrammen. Nur die Muckibude allein begeistert heute kaum noch jemand, denn ein schöner, gepflegter Körper steht ebenso hoch im Kurs wie der reine Muskelaufbau.

Die Top Five der am häufigsten gewünschten Angebote
1. Massage, Fitness und Sport (48 Prozent)
2. Verwöhn- und Relaxprogramme (42 Prozent)
3. Ernährung (30 Prozent)
4. Stress-Management und Mental-Training (26 Prozent)
5. Typ-Beratung und Styling (18 Prozent)

Weitere Informationen: www.adpublica.com

Quelle: @bine

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Ayurveda Eine alte Heilkunst für den modernen Softie

Ayurveda boomt. Doch vieles, was unter dem Namen angeboten wird, hat wenig mit den indischen Ursprüngen zu tun. Über einen Trend zwischen Wellness, Esoterik und traditioneller Medizin. Mehr

26.07.2014, 19:20 Uhr | Lebensstil
Sexsteuer für Massagen Tantra ist zu viel des Vergnügens

Monika Kochs bietet ihren Kunden mit Tantra-Massagen eine „ganzheitliche Erfahrung“, mit sexueller Dienstleistung aber habe das nichts zu tun. Die Stadt sieht das anders – und kassiert Vergnügungssteuer. Zu recht, wie nun ein Gericht entschieden hat. Mehr

21.07.2014, 14:34 Uhr | Gesellschaft
Kein Startrecht für Rehm Gegen die Prothese

In Fällen wie bei Markus Rehm muss eine international gültige Grundsatzlösung gefunden werden - eine politische Lösung. Nationale Verbände sind damit überfordert. Mehr

30.07.2014, 17:55 Uhr | Sport

Gegen die Prothese

Von Claus Dieterle

In Fällen wie bei Markus Rehm muss eine international gültige Grundsatzlösung gefunden werden - eine politische Lösung. Nationale Verbände sind damit überfordert. Mehr 1 1

Umfrage

Markus Rehm darf nicht zur EM: Ist das „Nein“ zum Prothesenspringer richtig?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Ergebnisse, Tabellen und Statistik