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Volvo Ocean Race Die große Wetter-Lotterie

 ·  Die acht Boote der Volvo-Ocean-Race-Flotte lagen am Vormittag des fünften Tages ausgeglichen auf einer Linie im Nordatlantik.

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Die Boote liefern sich ein Kopf an Kopf-Rennen im Nordatlantik. Die deutsche „illbruck“ liegt knapp in Führung und am weitesten in Luv. In Lee hatten die Boote zuletzt mehr Wind, zwischen 20 und 30 Knoten, und konnten etwas aufholen.

Die Frage ist, von welcher Seite sich der Passatwind durchsetzt. Sollte es von Osten geschehen, haben „illbruck“, „Tyco“ und „Amer One“ die besten Karten; es könnte sich aber auch die westliche Position, die „News Corp“ einnimmt, als besser erweisen.

Die Frauen schließen auf

Dazwischen hält sich „Assa Abloy“ mit der Option nach beiden Seiten. „Team SEB“ versucht weiterhin aufzuschließen. Immer noch abgeschlagen nach dem gestrigen Materialschaden liegt „Djuice Dragons“.

Durch einen taktischen Fehler war das zweite Nautor-Boot „Amer Too“ zurückgefallen, kann jetzt aber mithalten. Die Frauencrew hatte mit einigen kleineren Lecks zu kämpfen. „Wir haben heute Morgen das Boot ausgeschöpft“, berichtet Abigail Saeger, „das Wasser kam hauptsächlich beim Segelwechseln durch den Niedergang. Wir hatten aber auch ein paar Lecks in den Wasserballasttanks, die direkt auf die Kojen gingen.“

„Amer One“ ist die schnellste bei den Bedingungen

Am meisten beeindruckt derzeit „Amer One“, neben „Djuice Dragons“ das einzige Nicht-Farr-Boot. Das Design von Germàn Frers kann auf den Amwind-Kursen mithalten und hat bei der Ausfahrt aus dem Solent starke Raumwindeigenschaften angedeutet.

Kevin Shoebridge, Skipper von „Tyco“, kommentiert. „Sie sind jetzt in Sichtweite. Skipper Dalton ist wahrscheinlich der schnellste unter diesen Bedingungen. In den letzten paar Tagen fiel er ganz leicht hinter uns zurück, jetzt hat er annähernd gleichgezogen.“ Die Amer-Crew selbst gibt sich zurückhaltend: „Unter harten Bedingungen sind wir schnell, aber „illbruck“ scheint eine Klasse für sich zu sein, sehr schnell am Wind. Aber wir sind gespannt, wie es raumschots aussehen wird“.

Christensen: Freier Fall bei jeder zweiten Welle

An Bord der „illbruck“ hatte derweil Wachführer Mark Christensen mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: „Nach ein paar Tagen in diesem Rennen kehrt langsam Routine ein. Unsere Drei-Tage-Pflaster gegen Seekrankheit verloren vorige Nacht ihre Wirkung - gerade als wir in 25 Knoten Wind von vorn und stürmische See kamen. Ein paar Jungs verloren ihr Essen, aber den größten Verlust verzeichneten wir beim Schlaf. Es war einfach nicht möglich, ein Auge zuzumachen. Das Boot war bei jeder zweiten Welle im freien Fall. Es fühlte sich an, als würde es ewig dauern, wobei es wahrscheinlich nur wenige Sekunden waren.“

Auf der Suche nach dem Seidenschlafsack

Für Christensen gab es weitere Probleme: „Jedem Teammitglied wurde ein zusätzlicher Schlafsack aus Seide gekauft, den wir in den Tropen benutzen. Ich war sicher, ihn an Bord zu haben. Also suchte ich unter der Ausrüstung.

Das ist nicht wenig bei drei Medizinkästen, 17 Taschen mit Nahrung, Sturmsegeln, zusätzlichen Segeln. Alles zusammen zirka 30 Taschen, jede wiegt um die 15 Kilo. Doch den Schlafsack habe ich nirgendwo gefunden. Als meine letzte Rettung ging ich nach achtern, um meine persönliche Tasche zu durchsuchen. Vielleicht hatte ich ihn in einem lichten Moment da rein gepackt. Auch nicht.

Ziemlich unglücklich, vergaß ich auf meinem Weg zurück, mich unter der Winschverankerung zu bücken, und zertrümmerte die Gläser meiner neuen Sonnenbrille. In dieser Nacht kletterte ich in meine Koje und lag auf dem Plastikverschluss meiner funny bag und machte das auch kaputt.

Das waren drei Vorfälle, also kann es eigentlich nicht schlimmer werden. Ist es seitdem auch nicht mehr. Denn mein seidener Schlafsack tauchte dann auch wieder auf - in den Sachen des Kollegen 'Hoo' Ray Davies.“

Quelle: www.yacht.de/volvooceanrace, @nicl
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