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Volvo Ocean Race Champagner-Laune trotz Nahrungsrationierung

 ·  Die Leverkusener Hochsee-Rennyacht „illbruck“ führt zur Halbzeit der ersten Etappe im Volvo Ocean Race die Flotte der acht Hightech-Schiffe an.

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Auf der Leverkusener Hochsee-Rennyacht „illbruck“ herrscht trotz Nahrungsrationierung Champagner-Stimmung. Das Team führt zur Halbzeit der ersten Etappe im Volvo Ocean Race die Flotte der insgesamt acht Hightech-Schiffe an.

Mit einem cleveren taktischen Schachzug hatte sich die Mannschaft um US-Skipper John Kostecki zu Beginn der zweiten Woche an der starken Konkurrenz vorbeigeschoben und verteidigt seitdem - mit einer kurzen Unterbrechung durch die stark aufkommende schwedische „SEB“ - die Spitzenposition. Mit 24 Seemeilen Rückstand segelt die schwedische „Assa Abloy“ mit Skipper Roy Heiner (Niederlande) auf Platz zwei vor der australischen „Tyco“ mit Skipper Kevin Shoebridge (Neuseeland).

Champagner-Segeln mit bis zu 23 Knoten

„Das hier ist ein perfektes Beispiel für Champagner-Segeln: 15 bis 23 Knoten Wind, herrliche Surf-Wellen. Die Bootsgeschwindigkeit betrug zuletzt fast immer 15 Knoten und mehr“, berichtete Steuermann und Trimmer Richard Clarke (Kanada) von Bord der grün-weißen „illbruck“.

Doch das Stimmungshoch der Segler, die nach tagelanger Flaute endlich in den Passatwinden der Nordhalbkugel segeln, wird bereits vom nächsten drohenden Wetterhoch überschattet. Vor den Crews liegen die Doldrums, jene gefürchtete und heiße Flautenregion am Äquator, die schon manche Yacht tagelang festgehalten hat, bevor sie wieder in die Passatwinde der Südhalbkugel eintauchten konnte.

Löffel über Bord

Dabei hinkt die Flotte schon jetzt dem Zeitplan hinterher. Mit 2751 Seemeilen war am Sonntag früh erst ein gutes Drittel der 7350 Seemeilen langen ersten Etappe von Southampton nach Kapstadt geschafft. „Wir rechnen mit 35 bis 40 statt der erwarteten 30 Tage auf See und haben unsere Nahrung bereits rationiert“, sagte „Amer Sports One“-Skipper und Rekordteilnehmer Grant Dalton (Neuseeland).

Dem Beispiel sind inzwischen alle anderen Teams gefolgt. Daltons Männer allerdings haben doppeltes Pech, denn ein Crew-Mitglied hat beim Abwasch fast alle Löffel über Bord fallen lassen. Dalton schrieb in sein Logbuch: „Sie mögen nun denken, dass wir einfach mit Gabeln essen sollen. Doch leider haben wir gar keine Gabeln an Bord. Wir werden uns etwas ausdenken müssen, um die Mahlzeiten nicht in endlose Zeremonien zu verwandeln.“

Die schnellsten Yachten werden Ende Oktober zum ersten Zwischenstopp in Kapstadt erwartet. Dort fällt am 11. November der Startschuss zur zweiten, gefährlichen Etappe durch das Südpolarmeer nach Sydney.

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