Gegenüber der Herren-Konkurrenz verblassen bei den US Open derzeit die Damen ein bisschen. Nur allmählich wird es spannender. Etwa wenn Titelverteidigerin Venus Williams im Viertelfinale auf French Open-Finalistin Kim Clijsters aus Belgien trifft. Und auf dem Weg zu einem möglichen dritten Grand-Slam-Titel in diesem Jahr muss die Weltranglistenzweite Jennifer Capriati erst einmal die kräftige Amelie Mauresmo aus dem Weg räumen.
Nach US-Star Jennifer Capriati zog auch Amelie Mauresmo ins Viertelfinale ein. Die Australian-Open-Finalistin von 1999 setzte sich in einem französischen Duell mit 6:0, 6:7 (1:7), 6: 3 gegen Nathalie Tauziat durch und trifft jetzt auf Capriati. Die Australian- und French-Open-Siegerin hatte zuvor 6:3, 6:3 gegen die Österreicherin Barbara Schett gewonnen.
Zufriedene Capriati
Capriati war zufrieden. „Ich glaube, dass ich inzwischen ein gutes Niveau erreicht habe. Es ist aber noch sehr viel mehr möglich“, sagte Capriati nach dem einseitigen Spiel gegen Schett, die in der ersten Runde der French Open überraschend Olympiasiegerin Venus Williams bezwungen hatte. Gegen Capriati vergab die an Nummer 19 eingestufte Österreicherin neun Breakchancen, bevor sie ihr zum 3:5 im zweiten Satz erstmals den Aufschlag abnahm. Mit einem Rebreak nach Doppelfehler von Schett beendete Capriati das insgesamt auf schwachem Niveau gespielte Match nach 66 Minuten souverän.
Kämpferische Clijsters
Um den Viertelfinaleinzug musste Kim Clijsters gegen die letztjährige Halbfinalistin Jelena Dementjewa (Russland) hart kämpfen. Im ersten Satz benötigte die French-Open-Finalistin trotz vier Breaks 42 Minuten, dann glich Dementjewa nach einer Serie von Aufschlagverlusten auf beiden Seiten nach Sätzen aus. Erst danach spielte die Belgierin wieder souveräner gegen die Olympiazweite, die in der Runde zuvor Anke Huber (Karlsdorf) bezwungen hatte. Clisters nächste Gegnerin ist jetzt Topfavoritin Venus Williams oder die Französin Sandrine Testud.