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US Open Federer fürchtet weder Nadal noch „Katrina“

29.08.2005 ·  Der Titelverteidiger durfte bei den US Open am Eröffnungstag noch Pause machen. Aber unbehelligt blieb Roger Federer nicht. Die Vereinigten Staaten haben den weltbesten Tennisspieler auch abseits der Courts schätzen gelernt.

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Der Titelverteidiger durfte bei den US Open am Eröffnungs-Montag noch Pause machen. Aber unbehelligt blieb Roger Federer an seinem „freien Tag“ nicht. Die Vereinigten Staaten haben den Schweizer entdeckt und die Qualitäten des weltbesten Tennisspielers auch abseits der Courts schätzen gelernt.

Bei Wohltätigkeitsauftritten gibt der dreimalige Wimbledonsieger dabei eine ebenso gute Figur ab wie beim Spaziergang durch Manhattan oder bei den Fachgesprächen und Interviews rund um das Arthur-Ashe-Stadium von Flushing Meadow.

Respekt vor Nadal

Dabei gab der stets freundliche Eidgenosse Bekanntes und weniger Bekanntes zum Besten - und schreckte auch vor Allgemeinplätzen nicht zurück. „Wenn man die ganzen Umstände berücksichtigt, den Wind, die Hitze, den Regen, die Schwüle und dann auch noch die riesige Stadt, die Fans, dann versteht man, warum es so schwer ist, in New York zu gewinnen.“ Oder: „Ich mag es mehr und mehr, elegante Kleidung zu tragen und fühle mich darin immer wohler.“

Besonders aufhorchen ließen aber Federers Einschätzungen über seinen momentan ärgsten Widersacher: Rafael Nadel. „Er tut der Szene wirklich sehr gut. Er hat unglaublichen Erfolg und ich sehe ihn unheimlich gern spielen. Er ist noch so jung, das ist alles außergewöhnlich. Ich bin ein großer Fan seines Spiels, weil es so anders ist.“ Fürchten tut sich der Schweizer vor diesem Spiel freilich nicht. Auch nicht vor einer Auseinandersetzung mit dem jungen Mallorciner, der längst in die Phalanx der Lleyton Hewitt, Marat Safin, Andy Roddick oder Andre Agassi eingedrungen ist. „Fürchten tue ich mich vor ihm nicht; ich habe Respekt“, sagte Federer, der ein mögliches Finale gegen den French-Open-Sieger „noch viel zu weit weg und deshalb keinen Gedanken wert“, findet.

„Katrina“ wirbelt den Spielplan durcheinander

„Katrina“ dagegen ist ein Thema bei den US Open und in den Vereinigten Staaten. Die Ausläufer des so genannten Hurrikans soll New York in den kommenden vier Tagen mit Regen und Schwüle zu spüren bekommen. Der Spielplan droht kräftig durcheinander gewirbelt zu werden. Erst am Freitag soll die Sonne sich wieder durchsetzen können.

Federer hat seinen Einfluß in der Heimat geltend gemacht. Nachdem er sich wieder in den Dienst der Mannschaft stellt und vom 23. bis 25. September gegen Großbritannien mithelfen will, den Abstieg aus der Daviscup-Weltgruppe zu vereiteln, hat er Marc Rosset gefeuert und Severin Lüthi zum Kapitän gemacht, wie es am Montag in der Schweiz hieß. „Seve fungierte als Trainer bereits in der Mannschaft. Es war logisch, ihm das Vertrauen auszusprechen“, sagte Federer.

Logisch erschien die Tennisverbindung der 48-jährigen Martina Navratilova mit der 28 Jahre jüngeren Anna-Lena Grönefeld nicht unbedingt. Doch das ungleiche Duo feiert Erfolge und gilt in New York als Favorit. Am Montag hatte Grönefeld noch Pause und durfte sich über ein dickes Lob ihrer mit 18 Grand-Slam-Siegen allein im Einzel hoch dekorierten Partnerin freuen: „Anna-Lena hat eine fantastische Einstellung, will alles lernen. Unser Spiel paßt gut zueinander.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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