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UEFA-Pokal Borussia Dortmund: Austria Wien statt AC Mailand

29.08.2003 ·  Nach dem Scheitern in der Qualifikation zur Champions League trifft der BVB in der ersten Runde des UEFA-Pokals auf Austria Wien. Die anderen deutschen Teilnehmer bekamen Gegner aus Osteuropa zugelost.

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Herausforderung für Borussia Dortmund, sportlich lösbare, aber wenig attraktive Aufgaben für die übrigen deutschen Vertreter: Die Bundesligavereine waren am Freitag bei der Auslosung der ersten UEFA-Pokal-Runde in Monte Carlo nicht unbedingt mit dem Glück im Bunde.

Während die Westfalen zwei Tage nach ihrem Scheitern in der Qualifikation zur Champions League mit dem 22fachen österreichischen Meister Austria Wien immerhin einen namhaften Gegner für die erste Runde am 24. September und 15. Oktober erhielten, beginnt für vier Klubs das Unternehmen Europacup im Osten: 1. FC Kaiserslautern gegen FK Teplice, Hamburger SV gegen Dnjepr Dnjepropetrowsk, Schalke 04 gegen den kroatischen Vertreter Kamen Ingrad und Hertha BSC Berlin gegen die Polen von Groclin Grodzisz - so lauten die weiteren Duelle der ersten Runde mit deutscher Beteiligung.

Das neue Ziel beim BVB: UEFA-Cup-Finale

„Das ist ein sehr attraktives Los und eine Premiere, auf die man sich freuen darf“, sagte Dortmunds Vereinschef Gerd Niebaum vor dem ersten Europacup-Duell der Schwarz-Gelben gegen eine Mannschaft aus Österreich. An der sportlichen Zielsetzung der Borussen ließ Niebaum keinen Zweifel: „Wir haben 2002 im Finale in Rotterdam gestanden. Unser Ziel muß es sein, im nächsten Jahr im Finale in Göteborg zu stehen.“ Für Trainer Matthias Sammer ist der Vergleich mit dem Team von Trainer Joachim Löw „eine sportliche Herausforderung“.

Löw sieht im BVB den klaren Favoriten. „Borussia zählte zuletzt immer zur Spitze in Deutschland. Wir können mit der Außenseiterrolle gut leben“, sagte der frühere Trainer des VfB Stuttgart. Austria war ebenso wie der BVB in der Qualifikation zur Champions League gescheiterte. Mit dem früheren Stuttgarter Sean Dundee und dem früheren Bremer Frank Verlaat gehören auch zwei ehemalige Bundesliga- Profis dem Kader der „Veilchen“ aus Wien an.

Mit dem FK Teplice hat der 1. FC Kaiserslautern noch eine Rechnung offen. Im Vorjahr schieden die Pfälzer in der dritten Runde des UI- Cups sang- und klanglos gegen die Tschechen aus. „Wir haben noch etwas gutzumachen. Ich halte die Aufgabe für machbar“, sagte Abwehrspieler Aleksander Knavs vor den Treffen gegen die vom früheren Gladbacher Bundesliga-Profi Frantisek Straka trainierten Tschechen.

Schalke will auf der Hut sein

„Die Mannschaft ist nicht zu unterschätzen. Ein leichter Gang wird das nicht“, kommentierte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer das Los Dnjepropetrowsk. Das Team belegt in der ukrainischen Meisterschaft zur Zeit Rang zwei hinter Schachtjor Donezk. Abwehrspieler Bernd Hollerbach sah die weite Reise eher von der humorvollen Seite: „Da wollte ich immer schon mal hin.“

Beim FC Schalke 04 herrschte zunächst Rätselraten. „Kroatien ist ein schönes Land, das haben wir 1997 beim UEFA-Cup-Spiel in Split erfahren. Kamen Ingrad ist aber ein Gegner, von dem ich zum ersten Mal höre“, meinte Rudi Assauer. Der Manager fügte sogleich warnend hinzu: „Wir werden auf der Hut sein, denn wir haben im UI-Cup gesehen, daß für solche Mannschaften Spiele in unserer ,Arena' Spiele des Jahres sind.“ Kapitän Tomasz Waldoch versprach vor dem Duell gegen den in Velika beheimateten Gegner: „Wir werden besseren Fußball spielen als zuletzt gegen Pasching.“

Der Name Groclin Grodzist flößte bei Hertha BSC niemandem Furcht ein. „Wir wissen, daß polnische Mannschaften immer schwer zu spielen sind. Aber wir können und müssen diese Aufgabe lösen“, schwor Manager Dieter Hoeneß sein Team aufs Weiterkommen ein. Trainer Huub Stevens sah die Auslosung eher unter dem Gesichtspunkt der unproblematischen Anreise ins nur 250 Kilometer von Berlin entfernte Grodzisk: „Die kurze Anfahrt kommt uns sehr gelegen.“ Die Hertha-Profis haben kommende Woche Gelegenheit, den Dritten der polnischen Liga zu beobachten, der zu einem Freundschaftsspiel beim 1. FC Union Berlin antritt.

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Von Bernd Steinle

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