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Triathlon Fünfter Sieg für Lothar Leder in Roth

 ·  Nach über acht Stunden lag Lothar Leder beim Ironman in Roth am Ende gerade einmal drei Sekunden vor dem Australier Chris McCormack. Seinem fünften Sieg in Roth folgte der erste seiner Frau Nicole.

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Der „König von Roth“ hat wieder Hof gehalten: Lothar Leder aus Darmstadt gewann am Sonntag zum fünften Mal nach 1996, 2000, 2001 und 2002 auf seiner Hausstrecke im fränkischen Triathlon-Mekka und wurde nebenbei deutscher Meister über die Ironman-Distanz.

Für 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen benötigte der 32Jährige 8:11:50 Stunden und wehrte im packenden Spurtfinale die wütenden Angriffe des zweitplatzierten Australiers Chris McCormack ab (8:11:53). Wie im Vorjahr kassierte Leder, der nach Roth-Siegen nun mit Altmeister Jürgen Zäck gleichgezogen hat, 10.000 Euro Preisgeld.

Leder mußte hart arbeiten, um McCormack in die Knie zu zwingen. Nach dem Rennen kollabierten beide im Zielraum und mußten zunächst einmal ärztlich versorgt werden. „Ich hatte befürchtet, daß wir uns hier gegenseitig hochschaukeln. Den Marathon sind wir viel zu schnell angegangen“, sagte Leder in einer ersten Analyse. „Ich habe schon zweihundert Triathlon-Rennen absolviert, aber so etwas wie heute habe ich noch nie erlebt“, sagte der Australier und meinte damit auch die imposante Kulisse von mehr als 100.000 Zuschauern.

Einen Verlierer hatte dieses Rennen eigentlich nicht verdient. Leder und McCormack hatten sich zunächst auf der Rad- und später auf der Marathon-Strecke, die als Paradedisziplin der beiden Routiniers gilt, belauert. Als schnellster Schwimmer war freilich ein anderer aus dem Main-Donau-Kanal gestiegen. Der Neuseeländer Stephan Sheldrake erzielte in 47:26 Minuten eine Weltklassezeit.

Auf der Radstrecke gab es dann zahlreiche Defekte. Mitfavorit Bryan Rhodes aus Neuseeland stieg mit einem Ventilschaden fluchend vom Rad. Auch der Hawaii- Sechste Francois Chabaud hatte Pech. Bei Kilometer 50 mußte er seinen Reifen flicken, kämpfte sich aber zurück ins Rennen und wurde am Ende Dritter.

Leder und McCormack hatten Sheldrake schnell eingeholt und drückten aufs Tempo. Als Leder zwischenzeitlich zurückfiel, wartete McCormack mit einem entspannten Lächeln, bis sein Konkurrent aufgeschlossen hatte und rief ihm zu: „It's a great race!“ Beim Marathon versuchte Leder dreimal, den Australier abzuschütteln - vergeblich. An den Verpflegungsstationen reichten sich die beiden Rivalen sogar gegenseitig die Trinkbecher.

Doch der Frieden täuschte, auf den letzten 500 Metern wurde es ernst. Leder bog mit knappem Vorsprung auf die Zielgerade ein und konnte so sein Sieg-Abo in Roth verlängern. Am Ironman Germany wird er in diesem Jahr nicht teilnehmen. Das eigentlich wichtigere Rennen in Frankfurt am Main, das Leder wegen Sponsorenverpflichtungen in Roth sausen ließ, findet schon am kommenden Sonntag statt. Die Zeit zur Regeneration ist selbst für einen wie Lothar Leder zu kurz.

Den „Familienfeiertag“ machte Lothar Leders Ehefrau Nicole durch ihren ersten Sieg in Roth perfekt. Die 31Jährige verwies in 9:15:01 Stunden Heike Funk aus Unterwössen (9:28:33) und die Ungarin Erika Csomor (9:29:16) auf die Plätze.

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