11.06.2002 · Fitness-Boom hält an: Einer Studie zufolge wird bis 2005 jeder zehnte Deutsche seinen Körper an Geräten und Laufbändern stählen.
Die Deutschen sparen an allem - nur nicht an ihrem Körper. Die Fitnessbranche wird in den kommenden Jahren weiter boomen, lautet das Fazit einer am Montag in Düsseldorf veröffentlichten Studie der Marktforscher Deloitte und Touche.
Bis 2005 wird voraussichtlich jeder zehnte Deutsche über 15 Jahre Mitglied in einem Fitnessclub sein. Der Umsatz werde um ein knappes Viertel auf mehr als vier Milliarden Euro zulegen. Ende des vergangenen Jahres waren der Studie zufolge 5,4 Millionen Deutsche oder 6,6 Prozent der Bevölkerung Mitglieder in Studios.
Tendenz steigend: 600 Euro jährlich für Fitness
Damit erreichte die Fitness-Welle ein fast so großes Ausmaß wie in den USA, wo bereits sieben Prozent aller Bürger ins Studio gehen. Bis 2005 werden sich der Studie zufolge sogar 6,8 Millionen Deutsche auf Muskel-Maschinen und Laufbändern mühen.
Ihre Gesundheit lassen sich die Bürger einiges kosten: Jedes Mitglied zahlte im vergangenen Jahr im Schnitt 600 Euro. Insgesamt erwirtschaftete die Fitnessbranche damit rund 3,2 Milliarden Euro. Die Marktforscher rechnen damit, dass die Kosten auch in den kommenden Jahren weiter steigen werden.
Die kleinen Studios bleiben auf der Strecke
Die Auswahl der Fitness- und Wellness-Studios wird allerdings nicht größer werden: Wegen der Expansionspläne der größten Anbieter würden bis 2005 mindestens 300 Clubs dicht machen, heißt es in der Studie weiter. Mit 27 Prozent werde dann mehr als jeder vierte deutsche Mitglied in einer großen Studio-Kette sein.