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Treffen in Washington Blair und Bush für Friedenstruppe

28.07.2006 ·  Bei einem Treffen am Freitag im Weißen Haus drangen George W. Bush und Tony Blair auf den baldigen Einsatz einer internationalen Friedenstruppe im Libanon. Forderungen nach einem bedingungslosen Waffenstillstand wiesen beide zurück.

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Die Vereinigten Staaten und Großbritannien dringen auf den baldigen Einsatz einer internationalen Friedenstruppe im Libanon. Forderungen nach einem bedingungslosen Waffenstillstand wiesen der amerikanische Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Tony Blair nach einem Treffen am Freitag im Weißen Haus aber indirekt zurück.

„Nichts wird funktionieren, wenn wir nicht neben einer Beendigung der gegenwärtigen Krise Maßnahmen ergreifen, um eine Wiederholung zu verhindern“, sagte Blair. Bush sprach sich zwar für eine UN-Resolution aus, die „einen Rahmen für die Beendigung der Feindseligkeiten auf dringlicher Basis“ festlege. London und Washington wollten aber „weitergehende Veränderungen in der Region“ erzielen.

Chirac für sofortigen Waffenstillstand

Bush kündigte an, Außenministerin Condoleezza Rice werde am Wochenende erneut in den Nahen Osten fliegen. Blair sagte: „Wir ergreifen diese Gelegenheit, um eine neue strategische Richtung für die gesamte Region festzulegen und zu erreichen.“ Der französische Staatspräsident Jacques Chirac hatte zuvor erklärt, er werde sich für eine UN-Resolution über einen sofortigen Waffenstillstand einsetzen. Zur Voraussetzung dafür machte Chirac ein politisches Abkommen zwischen Israel und der libanesischen Hizbullah.

Bush für internationale Libanon-Truppe

Auch der französische Präsident betonte, die Stationierung einer internationalen Friedenstruppe mit UN-Mandat müsse sichergestellt sein. UN-Generalsekretär Kofi Annan plant, für Montag alle 25 EU-Mitglieder und weitere Staaten zu Gesprächen über eine mögliche Friedenstruppe einzuladen, wie aus UN-Kreisen in New York verlautete. An dem Treffen sollten neben den EU-Staaten alle Länder teilnehmen, die an der gegenwärtigen UN-Friedenstruppe im Libanon beteiligt sind.

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