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Tour de France Wieder kein französischer Tagessieg

Bis zwei Kilometer vor dem Ziel hat der Franzose Julien Simon den Tagessieg auf der 14. Etappe vor Augen, dann wird der Ausreißer doch noch eingeholt. Im Spurt setzt sich der Italiener Matteo Trentin durch.

© dpa Geschafft: Matteo Trentin im Ziel

Der Italiener Matteo Trentin hat die 14. Etappe der 100. Tour de France gewonnen. Der Teamkollege von Tony Martin holte sich am Samstag nach 191 Kilometern von Saint-Pourcain-sur-Sioule nach Lyon den Sieg im Sprint einer Ausreißergruppe vor dem Schweizer Michael Albasini und dem Amerikaner Andrew Talansky. Bester Deutscher war der Berliner Simon Geschke auf Platz sieben.

Das Gelbe Trikot des Gesamtersten verteidigte Christopher Froome erfolgreich. Der Brite erreichte 7:17 Minuten zurück mit dem Hauptfeld das Ziel und liegt im Gesamtklassement weiter 2:28 Minuten vor dem Niederländer Bauke Mollema. Am Sonntag steht das nächste Highlight der Jubiläums-Tour auf dem Programm, wenn die 15. Etappe auf dem berüchtigten Mont Ventoux endet, dem 1912 Meter hohen Riesen der Provence.

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Französisches Solo bis kurz vorm Ziel

Der Franzose Julien Simon hatte als Solist bis zwei Kilometer vor dem Zielstrich den ersten Tagessieg für die Franzosen vor Augen, dann kamen aber Trentin und der Schweizer Michael Albasini und weitere Fahrer der Fluchtgruppe. „Ich bin drauf losgefahren. Jeder will so eine Etappe gewinnen. Ich habe alles probiert und später noch einmal versucht zu kontern. Das ist enttäuschend“, sagte Simon, nachdem sein Traum vom Tagessieg geplatzt war.

Jens Voigt hatte bis 17 Kilometer vor dem Ziel noch einmal von seinem dritten Etappensieg bei insgesamt 16 Tour-Teilnahmen träumen dürfen. Der fast 42 Jahre alte Radprofi aus Berlin war ebenfalls Mitglied der  Ausreißergruppe, die den Sieg unter sich ausmachte. Allerdings fiel er kurz vor der Simon-Attacke aus der Gruppe zurück. Für den ältesten Tourstarter Voigt blieb bei seiner vermutlich letzten Frankreich-Rundfahrt am Samstag Rang 17.

25146710 © AP Vergrößern Spurt der Fluchtgruppe: der Zweite von links hat das Rad am Ende vorne

Anders als am Vortag ließ sich Spitzenreiter Froome diesmal nicht überraschen und verlor keine Zeit. Dem Träger des Gelben Trikots, der am Sonntag in die längste Touretappe auf den Mont Ventoux mit 2:28 Minuten Vorsprung auf den Niederländer Bauke Molleme und 2:45 auf den zweifachen Toursieger Alberto Contador aus Spanien geht, kam der Rennverlauf entgegen.

Kein Fahrer aus der Ausreißergruppe war für seine Position im Gesamtklassement gefährlich. Auch die Froome-Konkurrenten im Hauptfeld hielten die Beine still, wahrscheinlich, um sich für den wichtigen Sonntag zu schonen.

Der 1912 Meter hohe Ventoux hatte bei der Tour 1967 traurige Berühmtheit erlangt. Der Brite Tom Simpson starb beim Aufstieg, vollgepumpt mit Amphetaminen und Alkohol. Erst danach wurden bei der Frankreich-Rundfahrt Dopingkontrollen eingeführt.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
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