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Tour de France : So ist das Leben

Wer bei der Tour zu spät dran ist, verschwindet von der Bildfläche Bild: AFP

Ted King wird bei der Tour de France ausgeschlossen - wegen sieben Sekunden Verspätung. Weltweit solidarisieren sich die Fans, doch die Regelwächter bleiben gnadenlos. Und wie reagiert King? Großartig!

          Die hundertste Auflage der Tour de France hat ihren tragischen Helden, noch bevor an diesem Samstag die erste Bergetappe in die Pyrenäen führt. Er heißt Ted King, und er wird nicht mehr in der Gesamtwertung geführt. King ist ausgeschlossen worden - wegen sieben Sekunden Verspätung. Der 30 Jahre alte Tour-Debütant aus den Vereinigten Staaten hatte bei dem unfassbar schnellen Mannschaftszeitfahren am Dienstag mit einer Sieger-Durchschnittsgeschwindigkeit von 57,8 Kilometern pro Stunde nicht mit einer Zeitfahrmaschine an den Start gehen können.

          Seine Verletzungen vom Sturz bei der ersten Etappe ließen eine Fahrt auf dem unbequemen Gefährt nicht zu. Also fuhr der Pechvogel den größten Teil der 25 Kilometer auf seinem normalen Rennrad unter größten Schmerzen und alleine, weil er alsbald von seinen Cannondale-Teamkameraden abgehängt worden war, und überschritt die Toleranz von 25 Prozent zur Siegerzeit. Die Veranstalter, nicht unschuldig am für King so folgenschweren Sturz, verweigerten ihm regelkonform die Weiterfahrt. Quel dommage!

          Die Radsportfans in aller Welt twitterten Gnadengesuche für den unglücklichen Profi. Ein Großteil des Fahrerfelds solidarisierte sich mit Ted King und legte beim Rennveranstalter Protest gegen den Ausschluss ein. Doch die Regelwächter blieben gnadenlos. Und wie reagierte King auf sein großes Pech? Großartig: „Ç’est la vie!“

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