Home
http://www.faz.net/-huk-7b4ue
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Tour de France Deutscher Doppelerfolg in Saint Malo

Die deutschen Sprinter hatten bei der Tour de France wieder mal Grund zum Jubeln - diesmal sogar doppelt. Marcel Kittel gewann vor André Greipel.

© dpa Vergrößern Marcel Kittel hat sich als erster Tourfahrer in diesem Jahr seinen zweiten Tagessieg gesichert

Deutscher Doppelerfolg bei der 100. Tour de France: Marcel Kittel hat sich als erster Tourfahrer in diesem Jahr seinen zweiten Tagessieg gesichert, André Greipel blieb in einem packendem Finish Rang zwei. Der erste Träger des Gelben Trikots der Jubiläumstour gewann die zehnte Etappe, die nach 197 Kilometern an der imposanten Seepromenade von Saint Malo endete. Im Sprint ließ der Arnstädter am Dienstag seiner Konkurrenz keine Chance. Allerdings profitierte der 25-Jährige womöglich vom Sturz, den der drittplatzierte Mark Cavendish 250 Meter vor dem Ziel verursacht hatte. Der Brite hatte Kittels Teamkollege Tom Veelers gerempelt.

„Ich weiß nicht, wann ich mich mehr gefreut habe, heute oder nach meinem ersten Sieg in Bastia. Mein Team hat super für mich gearbeitet. Am Schluss habe ich mich ans Hinterrad von Greipel geklemmt und konnte ihn dann noch passieren“, sagte der Thüringer. Kittel hofft am Donnerstag auf seinen dritten Streich, wenn die Sprinter wieder eine Chance haben.

Tapfer weitergefahren

Vor dem wichtigen Einzelzeitfahren am Mittwoch nach Mont-Saint-Michel verlebte Spitzenreiter Christopher Froome einen relativ unangestrengten Tag. Der schmale Brite verteidigte sein Gelbes Trikot und liegt weiter 1:25 Minuten vor dem Spanier Alejandro Valverde. Dieser Abstand wird sich beim Zeitfahren vergrößern. Froome, vor allem aber der zweifache Zeitfahr-Weltmeister Martin, gelten auf den 33 Kilometern im Kampf gegen die Uhr als Topfavoriten.

„Alles andere als ein Sieg wäre tief enttäuschend“, hatte Martin erklärt. Er hatte zum Auftakt der Jubiläumstour bei einem Sturz auf Korsika zahlreiche Verletzungen erlitten, war aber tapfer weitergefahren. Das Zeitfahren, bei dem er nach 2011 seinen zweiten Tour-Etappensieg anpeilt, war bisher seine große Motivation zum Weiterfahren.

Kittel fing ihn noch ab

Nach den überstandenen Strapazen der Pyrenäen schlug am Dienstag wieder die Stunde der Sprinter. Bei starkem Wind vom Meer leisteten Greipels Teamkollegen in der schwierig zu fahrenden Zielpassage optimale Vorbereitungsarbeit. Der bullige Rostocker sah auch wie der sichere Sieger aus. Aber Kittel fing ihn noch ab und siegte mit deutlichem Vorsprung.

Greipel, der jetzt auf die nächste Sprinteretappe am Donnerstag hofft, sieht alle drei Topsprinter auf einem Niveau. „Den Unterschied machen die Mannschaften aus“, hatte der 30-Jährige vor dem Start in Saint-Meen-le-Grand erklärt. Sein eigenes Team sah er nach der „Sprintvorbereitung aus dem Lehrbuch“ (Greipel) in Montpellier, wo er die sechste Etappe gewann, glänzend aufgestellt. In Saint Malo hatte er die Rechnung aber ohne Kittel gemacht.

Mehr zum Thema

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Darmstadt 98 siegt wieder Lilien in Sandhausen mit Glück im Bunde

Der SV Darmstadt 98 sorgt weiter für Furore. Nach dem Sieg in Sandhausen sind die Lilien nun schon Zweiter. Trainer Dirk Schuster war dennoch nicht ganz zufrieden. Mehr

17.12.2014, 20:06 Uhr | Rhein-Main
Was wissen Sie über die Frankreich-Rundfahrt?

An diesem Samstag startet die 100. Ausgabe der Tour de France. Drei Wochen lang kämpfen die Radprofis in Frankreich um das Gelbe Trikot. Aber wie gut sind Sie auf die Grande Boucle vorbereitet, die große Schleife? Testen Sie ihr Wissen im FAZ.NET-Quiz. Mehr Von Robin Kunte

02.09.2014, 15:23 Uhr | Sport
Eintracht Frankfurt Ein tolles Spiel – eigentlich

Applaus für die Frankfurter Pechvögel: Die Eintracht zeigt beim 2:3 gegen Hoffenheim über weite Strecken eine mitreißende Darbietung. Doch einige Fehler zu viel verhindern ein Happy End. Mehr Von Marc Heinrich, Sinsheim

14.12.2014, 07:00 Uhr | Rhein-Main
Entsetzen über Mord an französischer Geisel

Frankreichs Staatschef François Hollande und US-Präsident Barack Obama haben die Ermordung des in Algerien entführten Franzosen durch Islamisten verurteilt. Eine Gruppe, die der Dschihadisten-Organisation Islamischer Staat (IS) nahesteht, hatte den Bergführer verschleppt und mit seiner Tötung gedroht, falls Paris nicht seine Luftangriffe auf den IS im Irak einstellt. Mehr

25.09.2014, 15:12 Uhr | Politik
Golf in Florida Woods auf letztem Platz bei eigenem Turnier

Tiger Woods gibt den perfekten Gastgeber: Beim Comeback nach langer Verletzungspause wird der Golfstar Letzter – beim eigenen Turnier. Der ehemalige Erste der Weltrangliste ist dennoch zufrieden. Mehr

08.12.2014, 09:35 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 09.07.2013, 18:45 Uhr