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Tour de France Italiener Frigo nach Drogenfund verhaftet

13.07.2005 ·  Radprofi Dario Frigo ist vor dem Auftakt der 11. Etappe der Tour de France wegen Dopingverdachts verhaftet worden. Der Italiener vom Team Fassa Bortolo wurde gegen 7.30 Uhr von Beamten aus dem Teamhotel abgeholt.

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Die 92. Tour de France hat ihren ersten Doping-Skandal. Der italienische Radprofi Dario Frigo vom Fassa Bortolo-Team wurde am Mittwoch im Mannschaftshotel festgenommen, nachdem die Polizei von Lyon und der Zoll von Savoyen im Auto seiner Ehefrau am Vorabend an einer Autobahn-Mautstelle in Albertville Doping-Mittel gefunden hatte. Frigos Team setzte die Tour fort und stand in Courchevel am Start der 11. Etappe.

Bei dem Drogenfund soll es sich um zehn Portionen des Blutdoping-Mittels EPO handeln, erklärte ein Polizeisprecher. Tour-Direktor Jean-Marie Leblanc nannte den 31jährigen Frigo, der nach einem Doping-Vergehen beim Giro d'Italia 2001 eine sechsmonatige Sperre erhielt, einen „Wiederholungstäter“. Der blonde Italiener, der 2001 Paris-Nizza und zwei Mal die Tour de Romandie gewann sowie zwei Tour-Etappensiege feierte, gehöre zur Generation von Fahrern, die „nichts verstanden“ hätten und die „aus dem Verkehr gezogen werden müssen“.

„Müssen aus dem Verkehr gezogen werden“

Im italienischen Team, dem Frigo seit 2003 angehört, beeilten sich die Verantwortlichen zu erklären, daß es sich um ein isoliertes Vergehen eines einzeln Fahrers handele. Teamchef Bruno Cenghialta sagte am Mittwoch: „Ich wußte gar nicht, daß seine Frau kommen sollte.“ Nach der 10. Etappe belegte Frigo mit 20:32 Minuten Rückstand auf Lance Armstrong Rang 52.

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Ein ähnlicher Fall erschütterte die Tour vor drei Jahren, als die Ehefrau des damaligen Tour-Dritten Raimondas Rumsas (Litauen) verhaftet wurde, als sie unmittelbar nach dem Ende der Frankreich- Rundfahrt mit einem Auto voller unerlaubter Medikamente gestellt wurde. Frau Rumsas wanderte mehre Wochen ins Gefängnis. Der Profi Rumsas, der nach dem Vorfall im mehreren Teams nicht mehr richtig Fuß faßte, wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht und kurz vor der laufenden Tour verhaftet (Siehe auch: Radsport: Dopingsünder Rumsas freigelassen).

Blutdoping steht auf der Liste der verbotenen Methoden des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Das seit 1988 gentechnisch hergestellte Blutdopingmittel Erythropoietin (EPO), durch das die Zahl der roten Blutkörperchen vermehrt wird, kommt vor allem bei Ausdauerleistern zum Einsatz. Je mehr dieser roten Blutkörperchen (Hämoglobin) vorhanden sind, um so mehr Sauerstoff kann im Körper transportiert werden. EPO-Mißbrauch kann zum Tod führen.

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Blutdoping steht auf der Liste der verbotenen Methoden des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Das seit 1988 gentechnisch hergestellte Blutdopingmittel Erythropoietin (EPO), durch das die Zahl der roten Blutkörperchen vermehrt wird, kommt vor allem bei Ausdauerleistern zum Einsatz. Je mehr dieser roten Blutkörperchen (Hämoglobin) vorhanden sind, um so mehr Sauerstoff kann im Körper transportiert werden. EPO-Mißbrauch kann zum Tod führen. Es kommt zu einer Verdickung des Blutes und damit zu einer erhöhten Gefahr für Thrombosen, Kollaps und Infarkt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben durch EPO-Einnahmen eine Leistungssteigerung bis zu 15 Prozent festgestellt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von sid
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