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Tiger Woods „Mozart des Golfs“ wieder in Deutschland

 ·  Superstar Tiger Woods ist wieder in Deutschland. Und mit ihm der Ausnahmeszustand im kleinen St. Leon-Rot.

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Der „Tiger“ schwebte mit seiner achtsitzigen Gulfstream aus dem US-Sonnenstaat Florida ein, und schon war es aus mit der idyllischen Ruhe im 12.067-Einwohner-Städtchen St. Leon-Rot.

Bereits am Airport bei Baden-Baden bereiteten etliche Fans, Kamera-Teams und Journalisten Golf-Superstar Tiger Woods am Mittwochmorgen den fast schon obligatorischen Mai-Empfang und sorgten einmal mehr für den standesgemäßen Beginn der diesjährigen „Tigermania“.

Lieber Highways als Fairway

Der Dollar-Millionär mit dem goldenen Händchen bedankte sich vier Wochen nach seinem dritten Masters-Titel auf seine Weise und sparte vor seinem dritten Auftritt im Nordbadischen nicht mit Lob. „Ich fühle mich in Deutschland sehr wohl. Die Mentalität der Leute liegt mir“, lautet das Statement des Weltranglistenersten, der bei den am Freitag beginnenden Europameisterschaften in St. Leon-Rot seinen Titel von 2001 erfolgreich verteidigen will.

Doch auch auf die ein oder andere Spritztour auf Deutschlands „Highspeed“-Autobahnen freut sich „Bleifuß“ Woods besonders. Im vergangenen Jahr war der 26-Jährige mit einem Maserati auf Erkundungstour und schwärmte nachher von den unbegrenzten Möglichkeiten auf den „Highways“.

Daly fordert Woods

Auch auf den Fairways des Par-72-Kurses will der bestverdienende Sportler der Welt, dessen Gesamteinnahmen pro Jahr bei rund 100 Millionen Euro liegen sollen, über Pfingsten erneut seine Ausnahmestellung beweisen. Die Nummer eins ist der „Mozart des Golfs“ (Sports Illustrated) in vielfacher Hinsicht. Die Antrittsprämien von Woods sollen längst zwischen ein und drei Millionen Dollar liegen.

Und der Marktwert des Profis, der die diesjährige Geldrangliste der US-Tour mit bislang 3.011.900 Millionen Dollar anführt, steigt weiter. Bei einer Internet-Auktion wurde unlängst für eine Runde Golf mit dem Tiger der „Freundschaftspreis“ von 425.000 Dollar bezahlt.

Allerdings hat ihm sein Landsmann und erster Herausforderer John Daly beim ersten Aufeinandertreffen der beiden auf europäischem Festland einen „heißen Tanz“ versprochen. „Mit Tiger im Feld zu spielen, motiviert mich zusätzlich. Ich spiele gerne in Deutschland, das zeigen meine guten Resultate“, betonte der zweimalige Majorsieger, der 2001 die BMW-Open in München gewonnen hatte und beim German Masters in Pulheim hinter „Hausherr“ Bernhard Langer Zweiter geworden war.

Viele Favoriten und Highlights

Bereits am Mittwochnachmittag trafen Woods, der am Sonntag nach einer tollen Aufholjagd das US-Turnier im texanischen Irving auf dem dritten Platz beendet hatte, und Daly beim Shootout für einen guten Zweck aufeinander. Chancen auf den Sieg rechnen sich ab Freitag auch Retief Goosen (Südafrika), Thomas Björn (Dänemark), Nick Faldo (England) und Michael Campbell (Neuseeland) aus.

Ein weiteres Highlight bei der mit insgesamt 2,7 Millionen Euro (Gesamtetat: gut 7 Millionen Euro) dotierten EM wird der Start des erst 17-jährigen Ty Tryon (USA) sein. Der Youngster überraschte die Golfwelt Ende 2001, als er sich als jüngster Spieler aller Zeiten die Spielberechtigung für die US-Tour sicherte.

Auch in diesem Jahr rechnen die Veranstalter annähernd 70.000 Zuschauern. Die Anzahl der Tickets ist pro Tag auf 20.000 begrenzt. Mindestens 5.000 Karten sollen täglich noch an den Kasse erhältlich sein. Neben Bernhard Langer, der auf seinen dritten EM-Sieg hofft, sind in Sven Strüver (Hamburg), Alexander Cejka (München), Tobias Dier (Nürnberg), Erol Simsek (Bad Salzuflen) und Marcel Siem (Köln) fünf weitere Deutsche dabei.

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