10.01.2004 · Das Comeback von Serena Williams verzögert sich weiter. Die Weltranglistendritte sagte ihre Teilnahme an den Australian Open wegen Knieproblemen ab. Thomas Haas hatte bereits am Freitag seinen Verzicht erklärt.
Die Australian Open haben am Samstag die nächste herbe Absage hinnehmen müssen. Titelverteidigerin Serena Williams wird nicht beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres antreten, das am 19. Januar in Melbourne beginnt. Die Amerikanerin, die ebenso wie ihre Schwester Venus seit dem Wimbledon-Finale im vergangenen Juli kein Match mehr bestritten hat, fühlt sich nach ihrer Knieoperation noch nicht bereit für Wettkampf-Tennis.
Erst am Freitag hatte Thomas Haas seinen Verzicht erklärt. Der zweimalige Halbfinalist hat nach einer Schulteroperation seit mehr als 14 Monaten nicht gespielt und will sein Comeback nicht gleich bei einem Grand-Slam-Turnier mit möglichen Fünf-Satz-Spielen starten. Bei den Damen ist der Start von Kim Clijsters sehr fraglich. Die Weltranglisten-Zweite aus Belgien hatte sich beim Hopman-Cup in Perth in dieser Woche eine schwere Bänderdehnung zugezogen und pausiert.
Comeback auf Februar verschoben
Serena Williams hatte sich am 1. August einem Eingriff am Knie unterzogen. „Ich habe mich wirklich auf die Australian Open gefreut, aber meine Rehabilitation hat länger als erwartet gedauert. Ich hatte nicht genügend Zeit, um mich vorzubereiten und zu trainieren“, erklärte die 22jährige laut der Damen-Profi-Vereinigung WTA. Ihr Comeback ist nun beim Hallenturnier in Paris im Februar geplant. Schwester Venus bestritt in dieser Woche dagegen ein Einladungsturnier in Hongkong und soll bei den Australian Open laut Turnierdirektor Paul McNamee an Nummer 3 gesetzt werden. McNamee zeigte sich auch zuversichtlich, daß Clijsters noch rechtzeitig fit wird.
Beim Hopman-Cup setzte sich Titelverteidiger Amerika abermals durch und schaffte als erstes Team zwei Erfolge hintereinander. Lindsay Davenport und James Blake setzten sich 2:1 gegen die Slowakei durch. Im vorigen Jahr hatte Blake mit Serena Williams den Mixed-Wettbewerb gewonnen. In diesem Jahr war das Turnier durch die Verletzungen in seinem sportlichen Wert allerdings stark gemindert. Belgien hatte nach der Aufgabe von Kim Clijsters zurückgezogen, die eigentlich für das Finale qualifizierten Australier konnten wegen einer Blessur von Alicia Molik nicht antreten. Dafür war die Slowakei nachgerückt.
Amerika erfolgreichste Nation beim Hopman-Cup
Im Endspiel am Samstag siegte die Weltranglisten-Vierte Lindsay Davenport 6:3, 6:1 über die nach wie vor völlig indisponierte Daniela Hantuchova, danach schaffte Karol Kucera gegen Blake mit 4:6, 6:4, 7:6 (7:5) mit viel Mühe den Ausgleich. Im entscheidenden Mixed feierten Davenport/Blake jedoch ein glattes 6:2, 6:3 über Hantuchova/Kucera. Mit drei Gesamtsiegen ist Amerika nun auch die erfolgreichste Nation beim Hopman-Cup. Davenport und Blake kassierten 190.000 Dollar Siegprämie; zusätzlich bekam jeder einen mit Diamanten besetzten gold-silbernen Tennisball.
Die ersten WTA-Turniere des Jahres gewannen Ai Sugiyama (Japan) und die Griechin Eleni Daniilidou. Ai Sugiyama feierte im australischen Gold Coast ihren zweiten Turniersieg nach 1998 durch ein 1:6, 6:1, 6:4 über die Russin Nadja Petrowa. In Auckland wiederholte Eleni Daniilidou ihren Vorjahreserfolg dank des 6:3, 6:2 über Ashley Harkleroad (USA).