Mit ungefährdeten Siegen haben Rainer Schüttler und Alexander Waske das Achtelfinale beim ATP-Tennisturnier in Stuttgart erreicht. Schüttler besiegte in einem hochklassigen Match den an Nummer 7 gesetzten Russen Michail Juschni 7:5, 6:3. Waske zog durch einen Erfolg über den Argentinier Jose Acasuso in die Runde der letzten 16 ein (Siehe auch: Tennis: Ergebnisse von den ATP-Turnieren).
Schüttler trifft im Achtelfinale auf den Tschechen Tomas Berdych, der Philipp Kohlschreiber aus dem Rennen um den Turniersieg warf. Der 21 Jahre alte Bamberger unterlag in 1:46 Stunden 6:7 (4:7), 6:1, 3:6. „Er hat sehr gut gespielt im dritten Satz. So war das Match dann weg“, sagte Kohlschreiber. Nach dem 7:5, 6:4-Erfolg über den an Nummer 13 gesetzten Argentinier Jose Acasuso zeigte sich Waske (Frankfurt) zufrieden. „Meine Taktik ist gut aufgegangen. Ich habe mich wohlgefühlt auf dem Platz. Es war eine mentale Meisterleistung, hat man mir gesagt“, sagte der 30jährige, der sich in Stuttgart von einem neuen Mentaltrainer betreuen läßt. Nächster Gegner ist die Nummer zwei der Setzliste, Nikolai Dawidenko aus Russland, der Ruben Ramirez Hidalgo aus Spanien 6:4, 6:1 besiegte. „Gegen Dawidenko wird es richtig schwer, aber man weiß nie. Ich kämpfe wie ein Schwein und gebe alles, daß ich ihn weghauen kann“, sagte Waske. Sollten er und Schüttler gewinnen, stehen sie sich im Viertelfinale gegenüber.
Daß ich ihn weghauen kann
Abermals kritisierte Waske die von der ATP geplante Reform der Doppelwettbewerbe. „Die Doppelreform bedeutet das Karriereende für Doppelspieler. Das gefällt mir nicht“, sagte er. Er wolle sich dafür einsetzen, die drei Spielervertreter abzuwählen, die für die Reform gestimmt hatten. „Von mir aus können alle drei weg, ich hab' nichts dagegen“, sagte Waske weiter. Von 2008 an soll eine neue Doppel-Weltrangliste entscheiden, wer zu den Wettbewerben zugelassen wird.
Einfließen sollen je zur Hälfte die Ergebnisse aus Einzel und Doppel. „Langfristig wird das dazu führen, daß die meisten Doppel aus Spielern bestehen, die im Einzel antreten“, hatte der ATP-Vizepräsident für Europa, Horst Klosterkemper, vor kurzem erklärt. Damit soll die Attraktivität des Doppels gesteigert werden.