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Tennis : Maria Gagapowa

Zuckersüß: Maria Sugarpova-Scharapowa Bild: dapd

Mit Namen macht man keine Späße, aber Maria Scharapowa hat es sich verdient. Warum? Die zuckersüße Tennisspielerin wollte für die Dauer der US Open den Namen „Maria Sugarpova“ annehmen.

          Wer gerade die Überschrift dieser Kolumne gelesen hat und sich nun darüber empört, dass die reizende Maria Scharapowa offenkundig verhohnepipelt wird, hat recht. Mit Namen macht man keine Späße, das gehört zu den journalistischen Regeln und zu den gesellschaftlichen Gepflogenheiten. Namen sind Teil unserer Identität, der Name des Menschen ist unantastbar. Trotzdem hat es die russische Tennisspielerin verdient, sich über sie lustig zu machen.

          Frau Gagapowa, wie wir sie dieses eine Mal nennen wollen, hat schließlich damit angefangen. Die gebürtige Maria Scharapowa wollte sich nämlich selbst umbenennen und für die Dauer der zweiwöchigen US Open den Namen „Maria Sugarpova“ annehmen. Und zwar nicht, weil sie sich zuckersüß findet, sondern um ihre Süßigkeitenmarke in New York an die Naschkatzen zu bringen. „Sugarpova“ auf der Anzeigetafel im größten Tennisstadion der Welt, „Sugarpova“ aus dem Munde der Schiedsrichter, „Sugarpova“ bei jeder Fernsehübertragung: ein billiger PR-Trick, um großen Reibach zu machen.

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          Manager Max Eisenbud, der die millionenschwere Russin zur bestverdienenden Sportlerin der Welt gemacht hat, bekannte freimütig, dass seine Klientin eigentlich nur an werbewirksamen Schlagzeilen interessiert gewesen sei. Wie sehr Maria Scharapowa die Welt zum Narren hielt, wurde vollends deutlich, als sie ihren Antrag auf Namensänderung bei einem amerikanischen Gericht plötzlich wieder zurückzog und danach auch ihre US-Open-Teilnahme wegen Verletzung absagte. Maria Scharapowas Geld stinkt nicht, ihre Methoden, es zu erlangen, aber sind anrüchig.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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