13.04.2005 · Das Achtelfinale des Masters-Turniers in Monte Carlo findet ohne deutsche Beteiligung statt. Nach Florian Mayer schied auch Nicolas Kiefer in der zweiten Runde aus. Der Daviscupspieler mußte verletzt aufgeben.
Der angeschlagene Nicolas Kiefer und sein Daviscup-Kollege Florian Mayer sind in Monte Carlo in der zweiten Runde ausgerutscht. Damit findet das Achtelfinale dieses zur bedeutenden Masters-Serie zählenden Tennisturniers ohne deutsche Beteiligung statt.
Nach seinem überzeugenden Auftaktsieg gegen Rainer Schüttler zog sich der Hannoveraner Kiefer am Mittwoch gegen French-Open-Gewinner Gaston Gaudio eine Oberschenkelzerrung zu und mußte die Partie nach 1:50 Stunden beim Stand von 7:5, 5:2 für seinen Kontrahenten aufgeben. Im zweiten deutsch-argentinischen Vergleich war der Bayreuther Florian Mayer mit 2:6, 1:6 gegen Linkshänder Mariano Puerta ohne Chance.
„Es ist schon Mitte des ersten Satzes passiert“, sagte der Hannoveraner. „Es ist wohl eine Zerrung, genau wird das mein Arzt herausfinden. Ich werde jetzt sofort nach Hause fahren.“ Die Schmerzen wurden immer schlimmer und als er im zweiten Durchgang bei eigenem Aufschlag Gaudio die Führung zum 2:1 gestattet hatte, „war die Qual zu groß geworden“.
Behandlung ohne langfristigen Erfolg
Die ausgiebige Behandlung durch den Turnier-Physiotherapeuten brachte nur kurze Linderung; ermöglichte es dem 27jährigen aber, die Partie weiterzuspielen. Als er beim Stande von 2:4 abermals sein Service nicht durchbringen konnte, blieb niemandem verborgen, daß die Verletzung doch schwerwiegender war. Kiefer zog die Konsequenz und gab das Match verloren.
Schon zu Beginn hatte es für den Weltranglisten-38. nicht übermäßig gut ausgesehen. Da aber auch sein Gegenüber seine ersten beiden Aufschlag-Spiele verlor, wirkte sich Kiefers verschlafener Start nicht negativ aus. Auch Gaudios Break zum 4:3 konnte der
Niedersachse zum 5:5 nochmals ausgleichen. Der neuerliche Aufschlag-Verlust blieb dann aber nicht ungestraft.
Einer Bestrafung kam Mayers Spiel gegen „Sandplatzwühler“ Puerta gleich. Der 27jährige aus Buenos Aires, der mit dem frischen Lorbeer des Turniersiegs aus Casablanca an die Côte d'Azur gekommen war, machte mit dem im Champions Race als Nummer 75 um 54 Plätze schlechter eingestuften Daviscupspieler kurzen Prozeß und gewann den ersten Vergleich mit Mayer.