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Tennis Kiefer in Hamburg in Runde zwei

09.05.2005 ·  Nicolas Kiefer ist als erster deutscher Tennisprofi in die zweite Runde des Masters-Turniers in Hamburg eingezogen. Er besiegte im deutschen Duell Philipp Kohlschreiber. Ausgeschieden ist dagegen Florian Mayer.

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Für Nicolas Kiefer ging am trüben ersten Tag des Masters-Tennis-Turniers in Hamburg die Sonne auf. Nach einem 6:4, 6:3-Sieg im deutschen Duell gegen Philipp Kohlschreiber (Bamberg) hat der Hannoveraner erst zum dritten Mal im achten Anlauf auf ungeliebtem Sand am Rothenbaum die erste Runde überstanden. Gegen den Franzosen Sebastien Grosjean kämpft er am Mittwoch um den Einzug ins Achtelfinale.

Für Florian Mayer (Bayreuth) und Philipp Petzschner (München) war hingegen schon in Runde eins des mit 1,87 Millionen Euro dotierten Turniers Endstation. Mayer, im Vorjahr noch einziger Deutscher in der dritten Runde, verlor das Auftaktmatch unter dem schützenden Zeltdach des Center Courts gegen den Kroaten Mario Ancic mit 1:6, 2:6. Petzschner, als deutscher Meister mit einer Wildcard ins Hauptfeld gelangt, verlor gegen den Briten Greg Rusedski 6:7 (3:7), 6:3, 3:6.

„Bin noch weit weg von dem, was ich kann“

Für Kiefer war die Auslosung gegen Kohlschreiber ein gutes Omen. „Ich habe schon bei den vorangegangenen drei Masters-Turnieren zum Auftakt jeweils gegen einen Deutschen gespielt. Da ist man schon angespannter als sonst“, sagte Kiefer, der gerade eine Oberschenkelverletzung auskuriert hat. Gegen Mayer zog er in Miami den kürzeren, dann hatte er gegen Rainer Schüttler (Monte Carlo), Thomas Haas (Rom) und nun auch gegen Kohlschreiber das bessere Ende für sich. „Jeder Sieg auf Sand ist ein kleiner Schritt nach vorn, aber ich bin sicher noch weit weg von dem, was ich kann“, sagte der 27jährige.

Kiefer ertrug den Höllenlärm, den Hunderte Kinder am „Kids Day“ auf dem Center Court veranstalteten, indem sie permanent von einem Sponsor ausgegebene Kunststoffröhren aneinander schlugen, mit stoischer Gelassenheit. „Ich finde, das ist eine gute Sache. Ich habe selber mal so angefangen und habe das Heft mit den damals gesammelten Autogrammen heute noch“, sagte die Nummer 36 der Jahres-Weltrangliste.

Mayers „zweite Jahr ist das schwierigste“

Völlig aus der Fassung bringen ließ sich hingegen Florian Mayer und kassierte gegen Ancic prompt die siebte Erstrunden-Niederlage in diesem Jahr. „Irgendwie war ich heute fehl am Platz“, meinte Mayer. „Das darf nicht sein, daß mich so was nervt. Der Gegner muß ja genauso damit fertig werden.“ Der 21jährige, der im vergangenen Jahr als Tour-Neuling auf Platz 35 in der Weltrangliste gestürmt war, hat seit seinem Erstrunden-Aus bei den Australian Open und einer Bakterien-Infektion noch nicht zur Form des Vorjahres zurückgefunden. „Das zweite Jahr ist das schwierigste, das sagen alle. Aber es ist ja noch lang, da kann noch viel passieren“, sagte Mayer, und es war das erste Mal, daß der Anflug eines Lächelns über sein Gesicht huschte.

Zufrieden sein konnte Philipp Petzschner. Der 21jährige verkaufte sich gegen Rusedski teuer, zwang Rusedski in den dritten Satz, ließ die Partie nach einer Regenpause beim Stand von 6:7 (3:7), 6:3, 0:1 jedoch aus den Händen gleiten. „Ich hätte gewinnen können oder auch müssen. Es war eine Ehre für mich, hier zu spielen“, sagte Petzschner.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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