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Tennis Kiefer als letzter Deutscher raus

11.05.2005 ·  Nicolas Kiefer ist als letzter der acht gestarteten deutschen Tennisprofis beim Masters-Series-Turnier in Hamburg ausgeschieden. Damit findet das Achtelfinale am Rothenbaum erstmals seit 2000 wieder ohne deutsche Beteiligung statt.

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Nicolas Kiefer ist dem schlechten Beispiel seiner deutschen Kollegen gefolgt und beim Tennis-Masters-Turnier in Hamburg frühzeitig ausgeschieden. Der Hannoveraner verlor am Mittwoch zu später Stunde sein Zweitrunden-Spiel gegen den Franzosen Sebastien Grosjean mit 6:2, 3:6, 4:6. Damit findet das Achtelfinale am Rothenbaum erstmals seit fünf Jahren ohne deutsche Beteiligung statt.

Die anderen sieben einheimischen Profis hatten sich zuvor mit mehr oder minder schlechten Ausreden schon in der ersten Runde verabschiedet und für ein historisches Debakel gesorgt. Für Roger Federer ist indes nie ein Ball zu schwer, ein Platz zu langsam oder das Wetter zu schlecht. Der Titelverteidiger schickt sich an, mit ebensolcher Präzision und Schnelligkeit durch das mit 1,87 Millionen Euro dotierte Turnier zu rauschen wie im Vorjahr. In der zweiten Runde fertigte der Weltranglistenerste aus der Schweiz Tomas Berdych aus Tschechien mit 6:2, 6:1 ab.

Nur 53 Minuten braucht Federer gegen Berdych

Als Kiefer um 20 Uhr seinen ersten Return spielte, harrten noch etwa 3.000 Zuschauer auf dem Center Court aus und waren zunächst guter Hoffnung. Kiefer lief trotz empfindlicher Kälte heiß. Der Daviscup-Spieler, der zuletzt hart an seiner Kondition gearbeitet hat, bewegte sich gut und setzte Grosjean mit variablem Spiel unter Druck. Nach 34 Minuten hatte er den ersten Satz unter Dach und Fach, ließ sich nach einem frühen Break im zweiten Durchgang aber von seiner Linie abbringen und mußte den Satzausgleich hinnehmen. Zu selten punktete er über seinen ersten Aufschlag, was letztlich auch den Ausschlag gab für seine dritte Niederlage im fünften Vergleich mit Grosjean.

Nur 53 Minuten dauerte Federers Match gegen Berdych. Der Hamburg-Sieger von 2002 und 2004 konnte die Revanche für die Zweitrunden-Niederlage bei den Olympischen Spielen nicht schnell genug unter Dach und Fach bringen. Die Athen-Pleite gegen den 19jährigen war eine von nur sechs Niederlagen in 80 Matches im Vorjahr. „So etwas vergißt man nicht. Es ist schön, daß ich ihn wieder getroffen habe“, meinte Federer genüßlich.

Federer: „Es wird schwer genug“

Im Achtelfinale will „Sandplatzwühler“ Tommy Robredo versuchen, Federer aufzuhalten. In Runde zwei zwang der Spanier den dreimaligen French-Open-Sieger Gustavo Kuerten in die Knie. 3:6, 0:6 verlor der 28 Jahre alte Brasilianer, der sich von seinem langjährigen Trainer Larri Passos getrennt hat und nach einer neuerlichen Hüftoperation nach wie vor Reha-Maßnahmen absolvieren muß.

Nach Federer zog auch Guillermo Coria ins Achtelfinale ein. Der Vorjahresfinalist aus Argentinien besiegte den Russen Michail Juschni mit 6:2, 6:3 und könnte schon im Viertelfinale wieder auf Federer treffen. Obwohl die Tennis-Prominenz am Rothenbaum reihenweise scheiterte, nach Andre Agassi, Andy Roddick und Thomas Haas am Mittwoch auch der an Nummer drei gesetzte Marat Safin, erwartet Federer keinen Spaziergang: „Es wird schwer genug, meinen Titel hier zu verteidigen.“

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