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Tennis Julia Schruff überraschend, Nicolas Kiefer chancenlos

04.05.2005 ·  Julia Schruff hat bei den German Open in Berlin für eine kleine Tennis-Sensation gesorgt und sich mit einem Sieg gegen die an Nummer drei gesetzte Russin Anastasia Myskina für das Achtelfinale qualifiziert.

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Tennis verkehrt: Während Julia Schruff den deutschen Tennisdamen beim WTA-Turnier in Berlin zu einem ungeahnten Höhenflug verholfen hat, war das traurige Bild der deutschen Herren beim Masters-Turnier in Rom nach dem Zweitrundenaus von Nicolas Kiefer komplett.

Fedcup-Spielerin Schruff nutzte bei den mit 1,3 Millionen Dollar dotierten German Open in der Hauptsatdt die Gunst der Stunde und spielte sich mit einem 6:2, 1:6, 6:4-Erfolg über French-Open-Siegerin Anastasia Myskina ins Rampenlicht und erstmals in ihrer Karriere unter die Top 100 der Welt. Eine zweite Überraschung verpaßte allerdings die deutsche Nummer eins Anna-Lena Grönefeld, die beim 2:6, 2:6 gegen die topgesetzte Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa aus Rußland chancenlos war.

„Gewinnen ist das Schönste an diesem Beruf“

Nicolas Kiefer verabschiedete sich einen Tag nach dem 6:3, 6:1 gegen seinen lustlosen Daviscup-Kollegen Thomas Haas beim deutlichen 1:6, 1:6 gegen den Argentinier Guillermo Coria als letzter Deutscher aus Rom. Zuvor waren neben Haas auch Rainer Schüttler (Korbach) und Florian Mayer (Bayreuth) in der ersten Runde gescheitert.

Schruff, die von Fedcup-Teamchefin Barbara Rittner erst mittels einer Wildcard ins Hauptfeld gehievt worden war, war dagegen nach dem wohl größten Siege ihrer Karriere restlos glücklich. „Das Gewinnen ist das Schönste an diesem Beruf“, sagte die strahlende Überraschungssiegerin.

Kiefer ohne Möglichkeiten

Dabei ging die taktische Marschroute gegen die immer wieder mit sich selbst hadernde Myskina voll auf: „Ich habe die Ballwechsel lang gemacht und viel ihre schwächere Vorhand angespielt. Ich wußte, daß ich eine gute Chance habe“, sagte die bisher 104. der Weltrangliste. Im Achtelfinale trifft Schruff nun auf Jelena Jankovic aus Serbien und Montenegro.

In der „Ewigen Stadt“ hatte Nicolas Kiefer in seinem zweiten Match nach einer dreiwöchigen Verletzungspause unterdessen keine Chance. Er hatte Mitte April in Monte Carlo einen Muskelfaserriß im Oberschenkel erlitten und seitdem nicht mehr trainiert. Coria ging schnell 4:0 in Führung und nahm Kiefer insgesamt dreimal im ersten Satz den Aufschlag ab. Auch im zweiten Durchgang kassierte Kiefer schnell ein Break zum 1:3 und konnte gleich anschließend eine Möglichkeit zum Rebreak nicht nutzen. Coria verwandelte schließlich nach nur 75 Minuten seinen zweiten Matchball.

Kiefer packte anschließend seine Sachen und verließ die italienische Hauptstadt so schnell es ging Richtung Hamburg, wo er ab Montag (9. bis 15. Mai) beim Masters-Turnier am Rothenbaum aufschlagen will. Die vier Tage wird er zum Training auf der Anlage am Rothenbaum nutzen. „Die Erwartungen in Deutschland beim Heimspiel sind natürlich hoch“, weiß Kiefer, „aber ich fühle mich fit und gesund und hoffe nur, daß ich nicht gleich in der ersten Runde wieder einen Deutschen zugelost bekomme.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von sid
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