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Tennis Haas verpaßt Finale in München

30.04.2005 ·  Der Traum vom Turniersieg im München ist für Thomas Haas zuende. Der 27jährige unterlag im Halbfinale dem Rumänen Andrei Pavel nach 2:47 Stunden.

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Andrei Pavel hat den Münchner Höhenflug von Thomas Haas unsanft beendet. Trotz erbitterter Gegenwehr und unermüdlichem Kampfgeist mußte sich der 27 Jahre alte
Lokalmatador im Halbfinale des ATP-Turniers dem vier Jahre älteren Rumänen mit 4:6, 7:6 (7:2) 4:6 geschlagen geben und verpaßte damit schon zum dritten Mal in diesem Jahr den ersehnten Einzug in ein Endspiel auf der Tour.

Zum erstenmal seit fünf Jahren hätte Haas wieder das Finale des mit 323.250 Euro dotierten Sandplatzturniers erreichen können, doch Pavel war an einem sonnigen Samstag einfach ein bißchen glücklicher. Nach 2:47 Stunden verwandelte der Weltranglisten-38. vor 4.500 Zuschauern auf dem ausverkauften Centre Court den dritten Matchball zum hart erkämpften vierten Sieg im achten Duell gegen den 16 Ränge höher eingestuften Deutschen. „Es ist sehr schwer für mich, das Aus zu akzeptieren, nach einem so hochklassigen Match. Es ist schrecklich, daß einer als Verlierer vom Platz gehen muß“, sagte Haas sichtlich frustriert: „Heute bin das leider ich.“

Leichte Fehler nach gutem Start

Während Pavel, der seit 15 Jahren im westfälischen Borgholzhausen lebt, im Finale am Sonntag nun auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen dem an Nummer eins gesetzten Argentinier David Nalbandian und dem Finnen Jarkko Nieminen trifft, mußte Haas seine Hoffnungen wie schon in San Jose und Memphis im Halbfinale begraben. Als Trostpflaster blieb ihm ein Preisgeld von 15.300 Euro und die Erkenntnis, dass er auf der ungeliebten roten Asche schneller in Form gekommen ist als erwartet.

Nach dem Tiebreak-Krimi gegen den Australier Wayne Arthurs (7:6, 7:6) im Viertelfinale erwischte Haas auch gegen Pavel einen guten Start. Ein schnelles Break, schon führte er im ersten Satz 3:0. Dann aber übernahm der routinierte Rumäne mit dem variableren Spiel eindeutig das Kommando auf dem Platz. Haas unterliefen vor allem mit der Rückhand immer wieder leichte Fehler. Er verlor seinen Aufschlag zum 4:5, nach 47 Minuten hatte Pavel den ersten Satz für sich entschieden.

Haas zerhackte seinen Schläger

Haas kämpfte, punktete immer wieder mit seiner starken Vorhand, aber schon zum 1:2 kassierte er das nächste Break. Als das Match schon verloren schien, entdeckte er sein Kämpferherz. Bei 3:5 wehrte er den ersten Matchball ab und glich auf 5:5 aus, auch als er zum 5:6 das nächste Break kassierte und seinen Schläger wütend in den Sand donnerte, kämpfte er sich wieder heran. Den Tiebreak entschied er souverän mit 7:2 für sich.

Alle glaubten, nun sei der Sieg Haas nicht mehr zu nehmen, doch Pavel wendete die Zitterpartie erneut und zog schnell mit 4:0 davon. Bei 4:1 nahm sich der 31jährige Rumäne eine Pinkelpause, die Vorentscheidung fiel kurios. Erst zerhackte Haas wütend seinen Schläger am Netzpfosten und kassierte durch den folgenden Strafpunkt das 2:5. Anschließend jubelte der Rumäne schon nach dem zweiten Matchball bei 5:3, aber sein Aufschlag hatte hauchdünn die Netzkante gestreift. Erst der dritte Matchball brachte ihn ans Ziel. Schon 1999 stand Pavel im Finale der BMW Open. Damals unterlag er dem Argentinier Franco Squillari 4:6, 3:6, diesmal möchte er es besser machen.

FAZ.NET mit Material von dpa/sid

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