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Sven Hannawald „Weiß jetzt, was ich im Vorjahr geleistet habe“

Sven Hannawalds grandiose Siegesserie bei der Vierschanzentournee ist schmerzvoll zu Ende gegangen. Im Interview spricht er über die Folgen seinen Sturzes.

© AP „Ich lasse den Druck nicht an mich heran”: Sven Hannawald

Sven Hannawalds grandiose Siegesserie bei der Vierschanzentournee ist schmerzvoll zu Ende gegangen. Statt den erhofften sechsten Erfolg nacheinander feiern zu können, landete er nach einem Sturz im Finaldurchgang des Neujahrsspringens in Garmisch-Partenkirchen in einer Werbebande. Der 28-Jährige musste die Führung in der Tournee-Gesamtwertung an den Finnen Janne Ahonen abgeben, auf den er als Vierter zur Halbzeit 14,9 Punkte Rückstand aufweist.

Die Siegesserie bei der Vierschanzentournee ist zu Ende gegangen. Sind Sie darüber sehr traurig?

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Nein, überhaupt nicht. Heute waren andere besser und haben verdient gewonnen. Aber jetzt weiß ich erst, was ich vergangenes Jahr geleistet habe.

Wollten Sie im zweiten Durchgang nach Platz sieben zu viel?

Natürlich gebe ich immer alles, denn wenn man vorsichtig springt, wird es nix. Aber ich habe nichts übertrieben, sondern eigentlich einen guten Sprung hingelegt. Leider habe ich den im Auslauf nicht gestanden. So etwas passiert. Es ist natürlich schade, dass es ausgerechnet hier geschehen ist. Aber ich bin deswegen nicht geknickt.

Hatten Sie sich vor dem zweiten Wettbewerb nach dem Auftaktsieg in Oberstdorf zu sehr unter Druck gesetzt?

Der Druck war schon da. Aber wer mich kennt weiß, dass ich den nicht so sehr an mich heran lasse.

Wie geht es bei der Tournee nun weiter?

Ich brauche jetzt erst mal einen Tag, um mich zu regenerieren. Die Prellungen an Po und Wade merkt man schon. Aber dann kommt Innsbruck, und darauf freue ich mich schon. Die Tournee ist noch nicht vorbei. Jetzt muss ich sehen, was noch drin ist. Ich hoffe, es wird schön für die Zuschauer und ich kann die beiden restlichen Springen genießen.

Aufgezeichnet von Gerald Fritsche, dpa

Quelle: dpa

 
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