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Steuervergünstigungen Hans Eichel gegen die Fußball-Millionäre

 ·  Bundesfinanzminister Eichel will den Fußball-Profis in Deutschland steuerfreie Nacht- und Sonntagszuschläge streichen und den Mißbrauch steuerlicher Vergünstigungen in der Bundesliga stoppen.

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Die Diskussion um steuerfreie Zuschläge für Fußball-Profis hält die Bundesliga weiter in Atem. Während Bundesfinanzminister Hans Eichel den Berufsfußballspielern in Deutschland die steuerfreien Nacht- und Sonntagszuschläge streichen und damit den Mißbrauch steuerlicher Vergünstigungen in der Bundesliga stoppen will, verteidigte Bayer Leverkusens Geschäftsführer Reiner Calmund vehement die Position derVerein. „Die Bundesliga hat im letzten Jahr 500 Millionen Euro an den Staat abgeführt und ist einer der zuverlässigsten Steuerzahler“, sagte Calmund im Deutschen Sportfernsehen

Die Politik will dagegen aktiv werden und den steuerlichen Entlastungen für die Profis einen Riegel vorschieben. „Jedem ist klar, daß die steuerfreien Zuschläge nicht für Millionäre gedacht waren. Wir wollen das Gesetz ändern, so kann es nicht bleiben“, sagte Eichel dem „Spiegel“.

In dem schwelenden Streit um das Steuersparmodell, wie es in der Bundesliga von Borussia Dortmund praktiziert wird, wird die Regierungskoalition in Berlin in den kommenden Tagen über eine entsprechende Änderung beraten. Zwar sei die Inanspruchnahme der Zuschläge, die den Klubs die Möglichkeit gibt, Lohnkosten zu sparen, rechtmäßig, gehe aber am Sinn des Gesetzes vorbei. „Es kann nicht sein, daß ein paar Fußballmillionäre eine Regelung ausnutzen, die nie für sie gedacht war“, so Eichel weiter.

Bei der Änderung wolle man deshalb künftig „soziale Auswirkungen berücksichtigen“. So sei es möglich, die Zulagen zu deckeln oder eine Einkommensgrenze für die Steuerbefreiung einzuführen. „Aber wir haben uns noch nicht entschieden und noch keine Details ausgearbeitet“, sagte Eichel.

Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder sei mit ihm einer Meinung, „daß dieser Zustand nicht haltbar ist“. Allerdings räumte der Minister ein, daß das Änderungsvorhaben nicht von heute auf morgen zu leisten sei: „Sie können so etwas nicht in drei oder vier Tagen zusammenschustern.“

Nacht- und Sonntagszuschläge machen allerdings auch andere Profisportler wie Handball- und Eishockeyspieler geltend. Auch sie könnten von einer Neuregelung des Gesetzes betroffen sein.

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