„Jeder weiß, dass mein Herz noch am italienischen Fußball hängt. Ein Trainer-Job dort würde mich sicher reizen“ sagte Lothar Matthäus am Rande der Benefiz-Gala des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zugunsten der Egidius-Braun-Stiftung in Stromberg.
Doch bei allen Träumen von der italienischen Serie A gibt sich der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler realistisch: „Ich bin nicht Ottmar Hitzfeld, und Trainer zu werden, ist kein Wunschkonzert. Dennoch hoffe ich, in den kommenden Wochen wieder einsteigen zu können.“
Warum nicht Moskau?
Auf der Suche nach einem neuen Posten scheint Deutschlands WM-Kapitän von 1990, der bei seiner Premiere als Trainer beim österreichischen Erstligisten Rapid Wien erfolglos geblieben war, auch Engagements in Osteuropa in Erwägung zu ziehen. „ZSKA und Spartak Moskau sind Vereine, die auch für mich interessant sind“, berichtete Matthäus in Stromberg über Gespräche mit den beiden Klubs.
Für eine bessere Grundlage bei der Ausübung des Trainer-Jobs will Matthäus, der auch sein Interesse an einer Aufgabe als Coach in der Bundesliga unterstrich, den Kurzlehrgang für verdiente Nationalspieler beim DFB absolvieren. „Ich hoffe, da können wir uns einigen, weil ich ja damals aufgrund meines Amerika-Engagements nicht teilnehmen konnte.“
Donezk liegt für Daum näher
Dem ukrainischen Erstligisten Schachtjor Donezk, der ihm jüngst eine Millionen-Offerte unterbreitet hat, erteilte Matthäus indes vor 14 Tagen eine Absage: „Die haben viel Geld, aber vom Standort her kam das nicht für mich in Frage.“
Der scheint für Christoph Daum offenbar in Ordnung zu sein. Er stehe kurz vor der Vertragsunterzeichnung bei Schachtjor Donezk, hieß es am Mittwoch. Der ukrainische Meister hatte mit dem 48 Jahre alten Fußball-Lehrer am Rande des Uefa-Cup-Rückspiels gegen Austria Wien verhandelt, in dem der Traditionsklub trotz eines 1:0-Sieges ausschied. Donezk bot Daum angeblich ein Jahressalär in Höhe von 3,2 Millionen US-Dollar. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten, bestätigte Daum.