16.05.2001 · An der Westseite von Sylt rollt die Nordsee in hohen Brechern auf den Strand zu. Brandungssurfer heißen sie in Scharen willkommen.
Von Rainer KrauseDie deutsche Geschichte des Windsurfens begann auf dem Starnberger See vor den Toren Münchens. Dort dümpelten die ersten „Stehsegler“ im lauen Ostwind übers Wasser. Das Hawaii Europas liegt aber im hohen Norden Deutschlands: auf Sylt.
Dort werden Anfänger ebenso glücklich wie Brandungssurfer. Auf der Ostseite der Insel gibt es flache Einsteigerplätze, an der Westseite rollt die Nordsee in mächtigen Wogen auf den Strand. Die schätzen auch die besten Windsurfer der Erde. Sie treffen sich jeden Herbst in Westerland zum Surf World Cup, der dieses Jahr vom 21. bis 30. September stattfindet. In diesem Jahr wird zusätzlich erstmalig ein Windsurfing Grand Prix (Disziplin: Freestyle) mit Boardsportarten, wie Kite-Boarding, Waveriding und Skateboarding ausgetragen. Über 100.000 Zuschauer machen die Rennen zu einer der größten Funsport-Veranstaltungen Europas.
Spaß zu haben ist auch die Parole für den Abend. Denn die ganze Woche über finden im Hangar Partys statt. Vielfalt bietet nicht nur die Windsurf-Infrastruktur. Auch Kneipen und Restaurants gibt es auf der Promi-Insel zuhauf. Als Deutschlands nördlichste Fischbude bezeichnen die Inselgäste flapsig »Gosch« am Lister Hafen. Die Promis gehen ins »Gogärtchen« in Kampen oder in das Feinschmeckerlokal »Jörg Müller« in Westerland.
Vor allem außerhalb der Hauptsaison, dann wenn der Wind bläst, finden sich auch genügend günstige Übernachtungsquartiere. Trotz des guten Rufs als Surferziel sind die Informationen auf den offiziellen Sylt-Webseiten www.sylt-az.de und www.natuerlich-sylt.de spärlich.